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Sartorius-Aktie // Viel Geld für sehr gute Qualität

by • 29. Januar 2019 • Aktienvisionen, Anlagevisionen, FeatureComments (0)1438

Fundamental lässt sich für die Sartorius-Aktie knapp zusammenfassen: Das Papier ist ambitioniert bewertet. Auf der Basis des Gewinn je Vorzugsaktie (716563) von 2,57 Euro (2017: 2,11 Euro) für das vergangene Jahr errechnet sich aktuell ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von sage und schreibe 51,8. Als Aktionäre müssen somit gehörig Zeit mitnehmen (knapp 52 Jahre), um ihren Einsatz wieder über den Gewinn herein zu verdienen – oder die Gewinne vom Laborausrüster Sartorius steigen in den kommenden Jahren rasant an.

2018 ist Sartorius um 13,2 Prozent gewachsen. Für das laufende Jahr stellt das Management ein Umsatzplus von neun bis elf Prozent in Aussicht, wobei gleichzeitig auch die Ertragsmarge zulegen soll. Diese ist bei Sartorius ohnehin mit 25,9 Prozent (Ebitda) üppig und rechtfertig dadurch auch einen Bewertungsaufschlag.

Für 2019 sind wir – trotz schwächerer Konjunkturdaten und einiger weltwirtschaftlicher Risiken – optimistisch und planen, unseren profitablen Wachstumskurs fortzusetzen“, sagt Joachim Kreuzburg, Vorstandsvorsitzender der Sartorius.

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Ob dieser Bewertungsaufschlag durch die Börse in Ordnung geht? Sartorius zählt unter Experten als eine der besten Aktien der Welt – ja, es gibt solche Rankings. Auch das sorgt bestimmt für eine Höherbewertung.

Die höchste Dynamik weist das Geschäft von Sartorius in den USA auf. Dort legten die Erlöse zuletzt um 16,6 Prozent zu. Wichtig für den Medizintechniker wird deshalb auch sein, wie sich die US-Konjunktur weiter entwickelt, angesichts von auslaufenden Steuergeschenken und eines eben beendeten Shutdowns. Aber die Wirtschaft in den USA wird auch auch 2019 weiter wachsen, wenn auch nicht mehr in dem Tempo wie zuletzt.

Kaum erwähnenswert ist die Dividende bei Sartorius (noch nie attraktiv in dieser Hinsicht). Sie betrug für 2017 lediglich 0,51 Euro je Vorzugsaktie. Selbst wenn es nun 0,60 Euro werden sollten, würde die Dividenden-Rendite lediglich 0,5 Prozent betragen.

Aussichtsreich ist indes die Charttechnik: Der Aktienkurs hat sich nach einer schönen Bodenbildung mit Schwung aus dem kurzfristigen Abwärtstrend verabschiedet und dabei auch die 200-Tage-Durchschnittslinie wieder überschritten. Hier stehen somit die Börsenampeln auf grün. Widerstände finden sich bei 139 und 160 Euro, was auch die nächsten Kursziele wären.

Fazit: Die Börsianer müssen bei Sartorius viel Geld für sehr gute Qualität hinlegen. Technisch sieht es nach Erholung aus.

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Sartorius-Aktie (Vorzüge, Tageschart): Abwärtstrend gebrochen

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Bildquelle: Sartorius
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