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P2P-Kredite als sinnvolle Anlage verstehen

Von • 28. Oktober 2022 • ServiceComments (0)853

P2P-Kredit? Das klingt etwas fremd, ist aber extrem simpel zu übersetzen: Peer-to-Peer. Peer steht für eine gleichrangige Person, also jemand auf Augenhöhe. P2P-Kredite werden zwischen privaten Personen vergeben (daher auch manchmal die Übersetzung: person-to-person). Das hat etliche Vorteile, ist aber für viele Anleger nicht die erste Option.

Für viele Menschen – besonders mit kleineren Investitionssummen – können P2P-Kredite genau der richtige Start sein. Plattformen sind sehr intuitiv zu bedienen, die Einstiegssummen sind klein und es kann viel getestet werden. Die Höhe der Renditen richtet sich auch nach der zeitlichen Investition und der Risikobereitschaft.

So funktionieren P2P-Kredite

Ein P2P-Kredit wird schon vergeben, wenn man einem Freund Geld leiht, um sein Business zu starten. Zwischen Privatpersonen kann generell erwartet werden, dass Kreditgeber und Kreditnehmer auf Augenhöhe agieren. Auch zwischen Privatpersonen und kleineren Unternehmen wird dies noch angenommen.

Societe Generale

Was bei P2P-Krediten fehlt, ist die Bank. Um jemandem aus dem Privatleben Geld zu leihen, braucht es keine Bank und genau dieses Konzept hat sich dank des Internets durchgesetzt. Natürlich haben traditionelle Bankkredite nicht ausgedient – aber P2P-Kredite sind trotzdem sehr beliebt. Online-Plattformen haben es sich zur Aufgabe gemacht, Kreditgeber und Kreditnehmer zusammenzuführen. Die Einstiegshürde ist sehr gering – jeder kann sich als Kreditgeber registrieren und loslegen.

Die richtige Plattform finden

Eine niedrige Einstiegshürde ist nicht immer gut. Einerseits eröffnet sie natürlich Möglichkeiten für Anleger mit kleinen Investitionssummen. Andererseits kann dies dazu verleiten, einfach loszulegen. Da es jedoch viele verschiedene P2P-Plattformen gibt, sollte vorher unbedingt genau hingeschaut werden.

Qualitätskriterien von P2P-Plattformen:

– Sicherheit
– durchschnittliche Renditen
– Anzahl der Kreditsuchenden
– Kundenservice
– angebotene Kreditarten

Hinzu kommt, dass einige Plattformen intuitiver zu bedienen sind als andere. Somit sollte man einerseits ausprobieren, mit welcher Website beziehungsweise App man sich wohlfühlt. Andererseits wird die Arbeit in Teilen auch abgenommen. Hilfreich sind beispielsweise Berichte von Experten, die Erfahrungen mit Plattformen wie Esketit haben.

Anfängerfehler vermeiden

Zwei der typischen Anfängerfehler bei P2P-Anlagen wurden bereits erwähnt: die Wahl der falschen Plattform und Übermut. Die Begeisterung darüber, dass auch als Privatperson P2P-Investitionen verfügbar sind, nimmt manchmal Überhand. Schnell wird mehr investiert, als sinnvoll ist. Daher sollte für Neulinge gelten, dass sie sich selbst ein Investitionslimit setzen und dieses strikt einhalten.

Typisch ist auch, dass sofort die höchsten Zinsen gejagt werden. Das Problem dabei: Höhere Zinsen bedeuten ein höheres Risiko. Risikoinvestments ähneln (vor allem bei mangelnder Erfahrung) eher einem Glücksspiel als einer sicheren Geldanlage. Achtung aber auch vor zu viel Passivität. Passive Einkommensmethoden sind gerade voll im Trend. Um mit P2P-Krediten Geld zu verdienen, muss sich aber in den Markt und die gewählte Plattform eingearbeitet werden. Wer die Vorteile von P2P-Anlagen nutzen möchte, kann nicht einfach die Füße hochlegen.

Die vielen Chancen und Vorteile von P2P-Geschäften

All die Warnungen müssen ausgesprochen werden. Doch am Ende des Tages sind P2P-Kredite einfach eine tolle Option, um clever und mit kleinen Beträgen zu investieren. Schön ist dabei, dass die Investitionen und die Erfahrungen miteinander steigen können. Je länger man dabei ist, desto mehr Wissen sammelt man – ohne dabei das Ersparte in Gefahr zu bringen. Viele Menschen lieben P2P-Anlagen wegen der Freiheit. Natürlich hilft es auch, dass es mittlerweile eine große Auswahl an Plattformen gibt und somit jeder genau das findet, was er sucht.

Doch geht es allein um die finanziellen Vorteile? Für einige Menschen ja. Aber es muss auch erwähnt werden, dass P2P-Anlagen nicht immer nur einen (rein) finanziellen Anreiz haben müssen. Kreditsuchende beschreiben oftmals ausführlich, wofür sie das Geld brauchen. Naturschutz, App-Entwicklung, Hauskauf, Urlaub, Wiederaufbau nach einer Umweltkatastrophe – all diese Dinge haben einen persönlichen Touch. Großkonzerne könnten sich nicht weniger für das 1.000 Euro Investment einer Privatperson interessieren. Für einen Familienvater, der damit das Haus sanieren kann, ist das Geld ein Segen. Auch Investitionen in Entwicklungsländer sind sehr beliebt, da hier gute Renditen mit Entwicklungshilfe kombiniert werden.

Bildquelle: Bundesbank
Societe Generale

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