Bis über die 13-Euro-Marke war die Südzucker-Aktie (729700) im frühen Montagshandel gestiegen. Auslöser waren gute Quartalszahlen sowie eine Erhöhung der Jahresziele. Damit sprang das Papier auf das höchste Niveau seit Sommer 2024. Allerdings konnte der Widerstand an der 13-Euro-Linie noch nicht nachhaltig gebrochen werden.
Das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 (per 28. Februar) kann gefallen: Der Südzucker-Konzern meldete ein operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 168 Millionen Euro. Dies entspricht einem Anstieg von rund 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Konzern begründete den Sprung mit höheren Preisen für Ethanol und gestiegenen Absatzmengen im Geschäftsfeld Spezialitäten.
Aus diesem Grund erhöhte die Vorstandsriege die Prognose für das Gesamtjahr 2026/27. So soll das Ebitda nun zwischen 540 und 680 Millionen Euro durchs Ziel gehen. Bislang lag der Ausblick bei 480 bis 680 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag der Wert bei 535 Millionen Euro
Zum Umsatz im Q2 machte die Gesellschaft noch keine exakten Angaben, dies wird erst mit Vorlage der finalen Zahlen am 8. Oktober erfolgen. Allerdings hob die Gesellschaft bereits jetzt die Bandbreite für den Jahresumsatz an: Er wird nun zwischen 8,3 und 8,7 Milliarden Euro erwartet. Bislang lag die Guidance bei 8,1 bis 8,5 Milliarden Euro.
Natürlich verwies die Konzernführung auf das schwierige geopolitische Umfeld, welches auch den Geschäftsverlauf der Südzucker-Gruppe auch negativ beeinflussen kann. Wir sind aber zuversichtlich, wie wir dies bereits im Juli [HIER klicken] geschrieben hatten, dass der Konzern auch für das nun laufende Geschäftsjahr wieder eine Dividende zahlen wird.
Hierzu hatte das Management bislang noch keine Aussagen getroffen, entsprechende Äußerungen könnten allerdings bereits im Oktober folgen, wenn die finalen Halbjahreszahlen zur Veröffentlichung anstehen. Doch auch jetzt stufen wir Südzucker-Aktie weiterhin als attraktives Investment ein.
Aus fundamentaler Sicht rechtfertigt ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 15 auf Basis der Schätzungen für das kommende Geschäftsjahr Aktienkäufe. Charttechnisch muss sich nun allerdings zunächst zeigen, ob die Aktie bereits jetzt die Kraft hat, über die 13-Euro-Marke zu springen, nachdem es im heutigen Tagesverlauf zu Gewinnmitnahmen gekommen war. Mittelfristig sehen wir aber auch ein Kursniveau im Bereich von 16,00 Euro als gerechtfertigt an. Hier warten dann allerdings größere charttechnische Widerstände aus dem Jahr 2023.
Weiter aussichtreich bleibt zudem ein Discount-Zertifikat (HM53HA) mit einer Laufzeit bis Dezember 2026 und Cap bei 11,00 Euro, welches wir bereits im Juli [HIER klicken] vorgestellt hatten. Da die Restrendite allerdings auf 2,8 Prozent abgeschmolzen ist, raten wir hier nicht zum Kauf. Investierte Anleger können aber bis zur Fälligkeit abwarten.
Besser ins Bild passt ein Discounter (FE3E8G) mit Bewertungstag am 18. Juli 2027 und Cap bei 12,00 Euro. Sofern die Aktie dann das Cap-Niveau an der Zwölf-Euro-Marke behaupten kann, erzielt der Anleger eine Maximalrendite von 8,5 Prozent oder 12,5 Prozent p. a. Sollte der Titel allerdings unter dem Cap-Level durchs Ziel gehen, dann tilgt der Emittent via Aktienlieferung. Der Einstandskurs liegt dann bei 11,06 Euro pro Anteilschein, was aktuell einem Rabatt von rund 14 Prozent entspricht.
Südzucker-Aktie (Tageschart): An den Widerstand herangelaufen



