Unternehmen

Besser investieren // Welche Unternehmen als Sieger aus der Corona-Krise hervorgehen

Von • 28. Mai 2021 • ServiceComments (0)834

Die Corona-Krise ist für viele Unternehmen eine existenzielle Bedrohung, mit der finanzielle Einbußen und Umsatzeinbrüche einhergehen. Es gibt aber auch Branchen, die von der Krise profitieren und gestärkt aus der Pandemie hervorgehen. Insbesondere die Digitalbranche und das Kreditwesen gehören dazu. Auch Handwerker und Lieferservices können sich nicht über zu wenig Arbeit beklagen. Zudem sind Streaming-Dienste stark nachgefragt und Möbelhäuser werden für die Einrichtung im Home Office benötigt. Dieser Artikel erläutert, welche Unternehmen von der Corona-Krise profitieren und somit für Anleger interessant sind.

Die Digitalbranche erlebt einen Boom. Das digitale Zeitalter hatte schon vor der Pandemie eingesetzt, wird durch Corona aber massiv beschleunigt. Viele Menschen greifen, weil die Geschäfte geschlossen sind, auf den Onlinehandel zurück. Hier ist es ihnen möglich, Waren und Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen und hierbei die geltenden Kontaktbeschränkungen einzuhalten. Immer mehr Unternehmen erkennen die Wichtigkeit digitaler Verkaufskanäle und entwickeln eigene Online-Shops sowie eine Multi-Channel-Strategie.

Erstaunlich ist, dass auch Branchen, die von der Krise eher nicht betroffen sind, die Digitalisierung für sich nutzbar machen. Das zeigt sich beispielsweise an Supermärkten, die Click and Collect oder einen Lieferdienst anbieten. Kunden können Waren bequem zusammenstellen und dann im Supermarkt abholen, wodurch sich die Zahl der Kontakte reduziert. Bei einer Lieferung bekommen sie die bestellten Waren bis an die Haustür geliefert. Die Digitalisierung betrifft somit sämtliche Lebensbereiche und diese Entwicklung dürfte auch nach der Krise weiter anhalten.

Externe Geldgeber sind stark nachgefragt: Aktuell besteht eine große Nachfrage nach Konsumentenkrediten. Das hat verschiedene Ursachen. Auf der einen Seite führt die EZB auch während der Krise ihre Niedrigzinspolitik weiter. Das bedeutet, dass der Leitzins nahezu Null beträgt und Kreditzinsen somit so niedrig sind wie noch nie. Verbraucher haben somit die Möglichkeit, sich frisches Geld am Markt zu besorgen, ohne hohe Kosten befürchten zu müssen. Kreditgeber verdienen aktuell gut, nutzen aber trotzdem verlässliche Werkzeuge, um sich vor Verlusten zu schützen.

Hinzu kommt, dass viele Menschen den Lockdown und die Kontaktverbote nutzen, um Projekte zu realisieren. Einige haben vor, einen Geräteschuppen in ihrem Garten zu bauen, andere wollen ihr Zuhause renovieren. Manche Menschen, die von Kurzarbeit betroffen oder durch die Krise arbeitslos geworden sind, verwenden das Geld, um sich eine neue Existenz aufzubauen. Gerade jetzt entscheiden sich erstaunlich viele Menschen für den Schritt in die Selbständigkeit, um zum Beispiel im Online-Bereich tätig zu werden und Umsätze zu generieren. Für all diese Anliegen wird Geld benötigt, weswegen das Kreditwesen boomt.

Handwerker haben volle Auftragsbücher: Wer aktuell einen Hausbau plant, muss frühzeitig mit der Organisation anfangen. Das liegt daran, dass viele Gewerke und Handwerker aktuell stark nachgefragt sind. Sie werden für ganz unterschiedliche Projekte benötigt, die vom privaten Hausbau, über Renovierungsarbeiten bis hin zu Wartungen und Instandsetzungen reichen.

Die Menschen befinden sich aufgrund der Corona-Krise vermehrt zu Hause. Das bedeutet, dass sie zum Beispiel ihre sanitären Anlagen oder die Küche intensiver nutzen als sonst. Entsprechend kommt es leicht einmal zu Problemen, Verschleiß oder Beschädigungen. Entsprechend werden häufig Handwerker gerufen, um solche Schwierigkeiten in den Griff zu bekommen. Das Handwerk hat aktuell recht volle Auftragsbücher und dürfte ebenfalls als Sieger aus der Krise hervorgehen.

Lieferservices können expandieren: Viele Lieferservices expandieren aktuell stark. Die Restaurants sind geschlossen, sodass die Menschen gezwungen sind, zu Hause zu essen. Nicht alle haben jedoch Freude am oder Talent für das Kochen. Deswegen entscheiden sich viele Menschen dafür, sich Speisen ihrer Lieblingsrestaurants bis an die Haustür liefern zu lassen.

Diverse Lieferservices sind aktuell auf der Suche nach Personal. Die Nachfrage ist so stark angestiegen, dass sie auf zusätzliche Hilfe angewiesen sind. Die wenigsten Restaurants haben die Kapazitäten oder die Infrastruktur, um einen eigenen Lieferservice aufzubauen. Deswegen kommen vermehrt Drittanbieter zum Einsatz, die die Bestellungen bei den Kunden aufnehmen, die Waren bei den Restaurants abholen und die Auslieferung durchführen. Hierfür bekommen sie einen prozentualen Anteil vom Umsatz.

Streamingdienste sind im Lockdown unverzichtbar: Für viele ist ein Lockdown ohne Streaming-Dienste überhaupt nicht vorstellbar. Sie nutzen Dienstleister wie Amazon Prime, Netflix und Co., um sich Serien und Filme anzuschauen. Hierdurch lenken sie sich von den Anstrengungen des Alltags im Home Office ab und verbringen eine gute Zeit. Die Streamingdienste haben während der Krise einen regen Zulauf neuer Kundschaft verzeichnet und reagieren durch eine Ausweitung ihres Angebots darauf. So werden viele neue Filme ins Sortiment aufgenommen, um der Zielgruppe ein möglichst großes Portfolio anbieten zu können.

Möbelhäuser statten Home Offices aus: Eine weitere Branche, die in der Krise gut zu tun hat, ist die Möbelbranche. Das liegt insbesondere daran, dass viele Unternehmen auf den Betrieb von zuhause aus umstellen müssen. Hierfür ist es erforderlich, der Belegschaft individuelle Arbeitsplätze einzurichten. Hierbei muss auf verschiedene Kriterien wie die Ergonomie, die Arbeitseffizienz und den Datenschutz Wert gelegt werden.

Zur Ausstattung eines Home Offices gehören ganz unterschiedliche Utensilien. Neben einem höhenverstellbaren Schreibtisch ist ein ergonomischer Bürostuhl mit Rollen zu empfehlen. Keyboard und Maus müssen so designt sein, dass sie die Gesundheit der Arbeiterschaft fördern und beispielsweise Sehnenscheidenentzündungen verhindern. Nicht zuletzt muss für eine ausgezeichnete Beleuchtung im Homeoffice gesorgt werden. So werden die Augen der Arbeitnehmer geschont und die Konzentration bleibt länger erhalten.

Fazit: Es gibt eine erstaunlich große Zahl an Unternehmen, die mit der Krise gut zurechtkommt und als Sieger aus der Pandemie hervorgehen wird. Insbesondere alle Betriebe, die ihre Services digitalisieren können, kommen mit der Pandemie relativ gut klar. Aber auch Handwerker und Lieferservices können mit wenigen Einschränkungen weiterarbeiten. Anleger sollten solchen Unternehmen ihr Vertrauen schenken, die während der Krise Konzepte entwickelt haben, um trotz Schließungen oder Kontaktverboten Umsätze zu generieren. Das zeugt von Ideenreichtum. Außerdem versprechen digitalisierte Betriebe, auch nach der Krise weiter erfolgreich zu sein. Denn die Frage bei Investitionen ist ja nicht allein, was aktuell sinnvoll ist, sondern was die Zukunft bringt. Entsprechend sollten Anleger immer auch die Zeit nach Corona im Blick haben.

Bildquelle: Pixabay.com, © PIX1861, CC0 1.0

Empfohlen

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Simple Share Buttons