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Fortec Elektronik-Aktie // Dynamischer Anstieg – wird mehr daraus?

Thomas Schumm28. Januar 20263 Min.0
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Fortec Elektronik

Geht die Baisse bei Fortec Elektronik zu Ende? Erstmals seit längerer Zeit notiert die Fortec-Aktie wieder oberhalb der 200-Tage-Durchschnitsslinie (siehe auch Tageschart unten) – Anfang 2024 und 2025 ist das Papier jeweils an dieser Barriere nach unten abgeprallt. Die 200-Tage-Linie wird in der Regel als Grenze zwischen Baisse und Hausse gesehen.

Im Tief (Ende 2025 / Anfang 2026) stand die Fortec-Aktie bei gut zehn Euro, inzwischen sind es mehr als 15 Euro. Eine erstaunliche Dynamik, aber die Baisse zuvor zog sich auch seit Juni 2023 und begann bei rund 30 Euro.

Ob es eine V-förmige Erholung geben könnte? Bei 15,20 Euro und im Bereich von 17,40 Euro stehen der Aktie weitere – mächtige – Hürden im Weg nach oben. Dass diese im ersten Anlauf, trotz des aktuell guten Momentums, überwunden werden, ist angesichts einer nach wie vor schwierigen (fundamentalen) Konjunktursituation nur schwer vorstellbar.

Dennoch, die Fortec-Aktie scheint wieder das Interesse der Anleger zu wecken. Dazu dürften die jüngsten Nachrichten beigetragen haben: Die Tochter Fortec Integrated, als Datenvisualisierungs-Sparte der Fortec-Gruppe, hat dieser Tage einen (eiligen) Großauftrag aus dem Bereich Defense mit einem Gesamtvolumen von 3,4 Millionen Dollar gewonnen. Zuvor meldete bereits die Tochtergesellschaft Fortec Power einen Auftrag aus dem Defense-Segment mit einem Gesamtvolumen von 3,8 Millionen Dollar. Beide Bestellungen scheinen die Fantasie der Anleger zu beflügeln.

Mögliche Rüstungsaufträge würden auf eine günstige Bewertung der Aktie treffen: Selbst nach dem derzeitigen Anstieg ist die Aktie lediglich mit knapp 50 Millionen Euro bewertet. Zur Einordnung: Zuletzt (Ende September 2025) hat der Elektronikteilehändler ein Eigenkapital von 56,0 und einen Kassenbestand von 15,6 Millionen Euro ausgewiesen. Das ist viel Substanz, zumal es kaum Bankverbindlichkeiten gibt.

Im ersten Quartal 2025/26 (bis Ende September 2025) ist der Umsatz um elf Prozent auf 19,4 Millionen Euro angewachsen. Der Betriebsgewinn (Ebit) verbesserte sich von minus 0,2 auf plus 0,2 Millionen Euro. Der Auftragsbestand lag zum 30. September 2025 bei 44,3 Millionen Euro (30. Juni 2025: 50,0 Millionen Euro) – im ersten Quartal ist die Nachfrage üblicherweise eher flau.

Für das Gesamtjahr 2025/26 rechnet der Vorstand mit einem Konzernumsatz von 80,0 bis 85,0 Millionen Euro und einem Ebit zwischen 0,9 und 2,1 Millionen Euro. Der Vorstand sieht im Geschäftsjahr 2025/26 ein Übergangsjahr, in dem zentrale strukturelle Weichen gestellt werden sollen.

Die Fortec-Aktie scheint das tiefe Kurstal verlassen zu haben, weitere Kurssteigerungen sind möglich, wobei die immer noch niedrige Ebit-Marge wohl einen deutlicheren Anstieg bremsen könnte. Hoffnung auf Wachstum und Ergebnisverbesserung machen die Aufträge aus dem Rüstungsbereich. Die Aktie scheint inzwischen außerdem den plötzlichen und sofortigen Rauswurf der langjährigen CEO Sandra Maile im Oktober 2025 verkraftet zu haben; die Anleger hatten entsetzt reagiert, da kurz zuvor noch von Verlässlichkeit und Kontinuität im Vorstand die Rede war.

Fortec-Aktie (Tageschart): dynamischer Anstieg

Bildquelle: Fortec Elektronik; Chartquelle: stock3.com

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