Auch im dritten Quartal konnte Atoss Software an die gute Entwicklung der Vorjahre anknüpfen. Zudem wird das Management mit Blick auf das Gesamtjahr auf der Ertragsseite etwas optimistischer. Die Aktie kann kurzfristig von den frischen Daten profitieren und damit Teile der Verluste aufholen, die der Titel nach den Halbjahreszahlen hinnehmen musste. Damals hatte der Konzern die Markterwartung knapp verfehlt.
Dies war im dritten Quartal nicht der Fall. Denn nach neun Monaten ergibt sich nun ein Umsatzplus von elf Prozent auf 139,3 Millionen Euro. Dabei erwiesen sich erneut die Software-Umsätze im Bereich Cloud & Subskription als die Haupttreiber. Dadurch erhöht sich auch die wichtigen wiederkehrenden Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent auf 97,1 Millionen Euro.
Die operative Marge (Ebit) konnte so mit 35 Prozent nahezu auf dem Vorjahresniveau von 36 Prozent gehalten werden, nachdem das Ebit um rund fünf Prozent auf 48,2 Millionen Euro kletterte. Wichtig aber: Der Vorstand geht nun davon aus, dass die eigenen Ziele die zu Beginn des Jahres ausgegeben worden waren, nun leicht übertroffen werden können.
Daher dürfte es 2025 zum 20. Rekordabschluss in Folge kommen. Der Gesamtumsatz dürfte bei rund 190 Millionen Euro liegen, bei einer nun erwarteten Ebit-Marge von 34 Prozent. Hier lag der Zielwert bislang lediglich bei mindestens 31 Prozent.
Die Atoss-Aktie musste nach den Halbjahreszahlen deutlich Federn lassen. Sie war von Kursen um 145 Euro bis in den Bereich von 100 Euro zurückgefallen. Diese scharfe Korrektur sehen wir als deutliche Übertreibung an, wie auch die Entwicklung in den vergangenen Tagen zeigt. Denn nun ist der Titel schon wieder bis in den Bereich von 115 Euro geklettert. Dazu passt auch eine neue Analysteneinschätzung die auf 12 Monate gar ein Kursziel von 152 Euro ausgibt.
Mit Blick auf die Marktstellung bleiben wir für die Atoss-Aktie (510440) langfristig zuversichtlich. Denn der Spezialist für Personalplanungs-Software wird mehr denn je benötigt. Schließlich wird der Faktor Arbeit immer teurer weshalb höchste Effizienz zwingend notwendig wird. Wir raten daher weiter zum Positionsaufbau.
Leider bieten die Emittenten derzeit keine Papiere auf diesen Basiswert zum Kauf an. Speziell Discounter wären bei der vorhandenen Volatilität ein spannendes Produkt um in die Aktie verbilligt einsteigen zu können. Hier dürfen die Emittenten gerne nachlegen.
Atoss-Aktie (Tageschart): Der Boden ist längst gefunden



