Die Puma–Aktie hat ein vorbildliche (charttechnische) Wendeformation hingelegt. Im Dezember (2025) notierte das Papier noch bei gut 15 Euro, jetzt sind es knapp 30 Euro. Ist es die bevorstehende Fußball–Weltmeisterschaft, mit möglicherweise höheren Sportartikelverkäufen oder wittert die Börse einen erfolgreichen (wirtschaftlichen) Turnaround? Steht die Puma-Aktie vor einem längeren Anstieg?
Noch mit anfänglich etwas Zögern und Hin und Her hat die Aktie die 200-Tage-Linie überwunden, die aktuell bei 21,70 Euro verläuft. Recht mühelos (mit einem Pullback) war dagegen der Anstieg über den wichtigen Widerstand bei 24,70 Euro, womit eine (kleine) umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation vollendet war.
Die nächste wichtige Barriere ist nun der seit November 2021 bestehende Abwärtstrend, der bei rund 30,40 Euro verläuft. Gelänge hier ein nachhaltiger Durchbruch, wäre die jahrelange Baisse beendet (siehe auch Tageschart unten). Angesichts der aktuell Dynamik und der jüngsten Zahlen aus dem Unternehmen, stehen die Chancen dafür gut, auch wenn 2026 noch ein schwieriges Jahr für Puma bleiben dürfte. Der Vorstand spricht von einem „Übergangsjahr“. Aber die Börse blickt bekanntlich nach vorne.
Im ersten Quartal 2026 gab es einen Umsatzrückgang um 6,3 Prozent auf 1.863,8 Millionen Euro, während der Betriebsgewinn (Ebit) um 19,6 Prozent auf 51,9 Millionen Euro zulegt, vor allem durch geringer operative Aufwendungen (Opex). Das bereinigte Ebit verbesserte sich von 61,3 auf 64,4 Millionen Euro. Positiv auch: Die Vorräte fallen um 8,6 Prozent auf 1.898,0 Millionen Euro. Der freie Cash-flow stieg von minus 737,6 auf minus 201,4 Millionen Euro.
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Puma einen währungsbereinigten Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich und ein operatives Ergebnis (Ebit) zwischen minus 50 und minus 150 Millionen Euro, bei geplante Investitionen (Capex) in Höhe von rund 200 Millionen Euro.
Die Börse fasst, nach langer Tristesse, wieder Vertrauen in den Sportartikelhersteller, was an der Hoffnung auf einen gelingenden Turnaround und vielleicht auch am neuen chinesischen Großaktionär (29 Prozent) Anta liegen könnte, der wahrscheinlich Druck ausübt (Streubesitz: 71 Prozent). Charttechnisch wirkt die Situation bei Puma positiv, insbesondere bei einem Bruch des Abwärtstrends.
Puma-Aktie (Tageschart): Wende vollzogen



