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Börsenvisionen

Atoss Software-Aktie / Nicht nur für Dividendenjäger

Wolfgang Raum27. April 20262 Min.0
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Atoss Software
Bildquelle: Atoss Software

Software-Aktien hatten es in den vergangenen Monaten am Kapitalmarkt sehr schwer. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz sorgt dafür, dass im Marktkreisen entsprechende Spezialsoftware schneller und günstiger hergestellt und verwendet werden kann. Diese Einschätzung sorgte bei der Atoss-Aktie (510440) für herbe Kursabschläge. Nun scheint aber eine Trendwende in Sicht.

Das war schon heftig: Vom Rekordhoch bei 147,60 Euro ging es nahezu in einem Rutsch bis auf ein Zwischentief bei 72,20 Euro nach unten. Dieses Niveau war Ende März erreicht. Dann dreht der Titel nach oben, überwand die 80-Euro-Marke und bekam auch vom Unternehmen fundamentale Rückendeckung.

Denn der Spezialist für Personalplanungs-Software legte gute Zahlen vor. So meldeten die Münchner Ende vergangener Woche, dass der Jahresauftakt geglückt ist. So stiegen die Erlöse von Januar bis März um rund elf Prozent auf 51,4 Millionen Euro und der operative Gewinn (Ebit) verbesserte sich sogar um 17 Prozent auf 18,2 Millionen Euro. Beim Ergebnis nach Steuern ging es ebenfalls kräftig nach oben: Hier steht ein Plus von 13 Prozent auf 12,8 Millionen Euro.

Mit Blick auf diesen starken Jahresauftakt hat die Verwaltung zudem bekanntgegeben, dass die Jahresziele erhöht werden. War der Vorstand bislang von einer operativen Marge (Ebit-Marge) von 32 Prozent ausgegangen, liegt nun das neue Ziel bei mindestens 34 Prozent. Dabei bestätigte das Management das Umsatzziel von 215 Millionen Euro, nach 189,3 Millionen Euro im Jahr 2025.

Die jüngste Erholung dürfte auch mit der Dividende eng im Zusammenhang stehen. Denn nach der Hauptversammlung, die an diesem Donnerstag (30. April) stattfinden wird, wird der Konzern 2,28 Euro pro Aktie auszahlen. Auch auf dem inzwischen leicht erhöhten Kursniveau ergibt sich daraus eine Dividenden-Rendite von 2,7 Prozent. Dies ist für eine Software-Aktie ein ungewöhnlich hoher Wert.

Wer sich nun also beeilt und einige Stücke einsammelt kommt noch in den Genuss der Dividende. Aber auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 20 auf Basis der Schätzungen für das Jahr 2027 stellt keine Überbewertung dar. Daher können sich auch Langfristanleger Stücke ins Depot legen.

Leider bieten die Emittenten derzeit keine Papiere auf diesen Basiswert zum Kauf an. Speziell Discounter wären bei der vorhandenen Volatilität ein spannendes Produkt um in die Aktie verbilligt einsteigen zu können. Hier dürfen die Emittenten gerne nachlegen.

Atoss Software-Aktie (Tageschart): Der Boden scheint gefunden

Bildquelle: Atoss Software; Chartquelle: stock3.com

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