Erlebnis Akademie

Erlebnis Akademie-Aktie // Wieder attraktiv

by • 26. Juli 2019 • Aktienvisionen, Anlagevisionen, FeatureComments (0)757

Nach dem Höhenflug im vergangenen Jahr ist der Kurs der Erlebnis Akademie-Aktie inzwischen wieder deutlich zurückgekommen (siehe auch Chart unten). Zum Jahresende 2018 hat das Unternehmen, das Baumwipfelpfade (BWP) baut und betreibt eine kleine Kapitalerhöhung (55.000 Stücke zu 18 Euro; voll platziert) durchgeführt, um weiteres Wachstum finanzieren zu können. Dazu ist der Cash-flow teils noch zu mager.

Der Betriebsgewinn (Ebit, Konzern) ging im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent auf 2,298 Millionen Euro zurück. In diesem Jahr soll dieser bei 2,5 bis 2,9 Millionen Euro liegen, so die Schätzung von Erlebnis Akademie-Finanzvorstand Christioph Blaß kürzlich auf einer m:access-Konferenz der Börse München. Das wäre erfreulich.

Der operative Cash-flow lag 2018 bei 4,2 Millionen Euro und der Finanzmittelbestand zum Jahresende bei 6,2 Millionen Euro. Geld ist somit für die nächsten Projekte da, wie etwa den BWP Usedom mit dem die Erlebnis Akademie auch Tagesausflügler aus dem nicht so fernen Berlin anlocken will. Die nächste Kapitalerhöhung dürfte daher nicht unmittelbar ins Haus stehen.

Berentzen, Aktie

Durch den Kursrückgang ist die Bewertung der Aktie wieder attraktiver geworden: Im zurückliegenden Jahr lag der Gewinn je Aktie bei 0,76 Euro, woraus sich aktuell ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 17,8 errechnet. Gelänge im laufenden Jahr ein Anstieg auf knapp einen Euro je Aktie würde das prognostizierte KGV auf rund 14 sinken.

Die Marktkapitalisierung beträgt zurzeit 24 Millionen Euro bei einem ausgewiesenen Eigenkapital von 13,3 Millionen Euro. Zusätzlich sind laut Erlebnis Akademie 44 Millionen Euro in acht BWP plus die ergänzenden Einrichtungen gebunden (Capex).

Die Erlebnis Akademie bleibt weiter auf Wachstumskurs, was natürlich kostet – und weshalb es auch absehbar keine Dividende gibt. Die Kundenzufriedenheit der Besucher ist hoch; eine große Mehrheit beabsichtigt wiederzukommen. „Probleme“ der Erlebnis Akademie sind die geringen Verweildauern von nur ein paar Stunden und die Wetterabhängigkeit.

Das Unternehmen verdient sein Geld in der Zeit von Juni bis September. Ist es dann zu heiß oder zu kalt oder zu nass, „verhagelt“ das recht schnell das Ergebnis. Um Gegenzusteuern will die Erlebnis Akademie sich weiter in Europa (und auch Kanada), in unterschiedliche Wetterzonen, ausbreiten.

Potenzial hat die Erlebnis Akademie durch mögliche Kooperationen zum Beispiel mit Outdoor-Herstellern oder längerfristig auch durch Mehrtagesaufenthalte mit Hotelbetrieb – so eine Art Öko-Disney-Land. Auf diesem Niveau ist die Aktie wieder interessant. Wenn, dann nur limitiert ordern, da die Aktie sehr markteng ist. Frühere Analyse siehe hier.

Erlebnis Akademie-Aktie (Tageschart): kräftige Konsolidierung

Erlebnis Akademie Aktie

Bildquelle: Erlebnis Akademie
Berentzen, Aktie

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Simple Share Buttons