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All for One-Aktie // Zukauf mit strategischer Komponente

Wolfgang Raum26. Januar 20263 Min.0
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All For One
Quelle: All for one

Neue Chancen bei der All for One-Aktie (511000)? Rund ein Drittel ihres Wertes hat die Aktie des SAP-Spezialisten in den vergangenen zwölf Monaten verloren. Hauptgrund dafür war ein Umsatz- und Ergebnisrückgang im inzwischen abgeschlossenen Geschäftsjahr 2024/25 (per 30. September). Nun überrascht der IT-Dienstleister mit einem größeren Zukauf, der auch aus strategischer Sicht sinnvoll erscheint. Damit steigen auch die Chancen, dass sich die Aktie bald von den Tiefstkursen um 40 Euro lösen kann.

Die All for One Group hat ihre Position als führender SAP-Spezialist weiter ausgebaut. Denn der Konzern, der bislang mit knapp 2.700 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von mehr als 500 Millionen Euro erwirtschaftet, hat groß zugekauft. Mit der Bielefelder Apsolut Group kommt nun ein weltweit führendes Beratungs- und Implementierungsunternehmen hinzu, welches im SAP-Umfeld mit 500 Mitarbeitern mehr als 400 Kunden bedient. Apsolut gilt dabei als Spezialist für Beschaffung, also dem Bereich SAP Procurement. Dort ist die Gesellschaft der Marktführer. Noch im ersten Quartal will Vorstandschef Michael Zitz die Transaktion abschließen, wie er im Plusvisionen-Hintergrundgespräch erläuterte.

Dabei stellte Zitz auch die strategische Bedeutung des Kaufs hervor. Vor allem die Internationalisierung wird kräftig vorangetrieben, nachdem Apsolut auch in Märkten aktiv ist, die bislang von All for One kaum bearbeitet werden. Zitz betonte gegenüber Plusvisionen zudem, das mit den Angeboten von Apsolut, die vor allem größere Konzerne und den gehobenen Mittelstand ansprechen, nicht nur neue Märkte, sondern auch zusätzliche Zielgruppen erreicht werden können. Die Bedeutung der Transaktion wird bei der Aufgabenteilung deutlich: All for One ist bislang die Nummer eins im SAP Cloud Business und in der SAP Transformation, während Apsolut die Nummer eins im Bereich SAP Procurement, was speziell in weltpolitisch unsicheren Zeiten (Stichworte: Trump, US-Zoll-Politik) immer wichtiger wird, ist.

 


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Die im Kalenderjahr 2025 enttäuschende Kursentwicklung sorgt dafür, dass die Marktkapitalisierung des Konzerns nur noch knapp 210 Millionen Euro beträgt. Dem steht gegenüber, dass All for One im laufenden Geschäftsjahr deutlich über 500 Millionen Euro Umsatz generieren könnte. Allein aus dieser Kennzahl lässt sich ableiten, dass All for One auch als Übernahmekandidat gehandelt wird. Allerdings dürften die vorwiegend aus Österreich stammenden Ankerinvestoren des Unternehmens wohl auf dieser niedrigen Kursbasis einem solchen Deal nicht zustimmen. Entsprechende Gerüchte könnten die Aktie aber antreiben.

Für höhere Kurse spricht, dass All for One auch aus eigener Kraft (also ohne Einrechnung des Zukaufs) im laufenden Geschäftsjahr 2025/26 weiter wachsen will und eine Margen-Verbesserung anstrebt. Hinzu kommen mögliche positive Aspekte des Apsolut-Zukaufs – auch dort wird unter dem Strich profitabel gearbeitet.

Darüber hinaus weist All for One, mit rund drei Prozent, eine für einen IT-Wert ungewöhnlich hohe Dividenden-Rendite auf; so auf der Hauptversammlung am 17. März eine Dividende von 1,20 Euro pro Aktie (Vorschlag der Verwaltung) beschlossen werden sollte. Und auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis von elf auf Basis der Schätzungen für 2026 deutet auf eine Unterbewertung hin. Langfristanleger können daher die aktuelle Schwäche zum Einsammeln von Stücken nutzen.

All for One-Aktie (Tageschart): Boden gefunden?

All for One Aktie
Bildquelle: All for One; Chartquelle: stock3.com

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