Seit diesem Montag ist der DAX-Abstieg der Sartorius-Vorzugsaktie (716563) traurige Realität. Der Labor- und Pharmazulieferer musste so starke Kursverluste hinnehmen, dass die Markkapitalisierung nicht mehr ausreicht, um zum Kreis der Top-40 des deutschen Kurszettels zu gehören.
Die Sartorius Vorzüge notierten Ende Januar noch bei 292 Euro. Neben der Tatsache, dass die Corona-Euphorie weiter ausgepreist wurde, sorgten aber auch die Gefahr vor unberechenbaren US-Zöllen und das Ausscheiden (Altersgrenze erreicht) des langjährigen Firmenlenkers Joachim Kreuzberg für Unsicherheit unter den Börsianern. So rutschte der Titel im April bis auf 166 Euro ab.
Als wir Mitte April zuletzt über die Sartorius Vorzüge berichteten [HIER klicken] hatte sich das Papier aber schon wieder in den Bereich der 200-Euro-Marke erholt. Knapp darunter bewegt sich der Titel auch heute. Dabei hatte der DAX-Abstieg nur geringe Auswirkungen. Offensichtlich hatten sich die Marktteilnehmer schon im Vorfeld entsprechend über Terminbörsengeschäfte positioniert, so dass hohe Schwankungen zu Wochenbeginn ausbleiben.
Dafür rücken nun andere Nachrichten in den Fokus. Dazu gehört die Information, dass der Konzern seine Produktion für wichtige Komponenten der Zell- und Gentherapie in Frankreich erweitert hat. Aber auch einige Analysten äußerten sich zuletzt positiv, bspw. die Experten von JPMorgan, die den Titel „Übergewichten“ mit Kursziel 260 Euro. Spannend dürfte nun sein, wie die Mitte Oktober erwarteten Quartalszahlen ausfallen. Nachdem aktuell kaum mit extrem positiven Überraschungen gerechnet wird, sind die Erwartungen auch nicht sehr hoch.
Positiv wäre allerdings, wenn die Marke von 200 Euro, die eine wichtige technische Unterstützung darstellt, nicht nachhaltig unterschritten werden würde. Sonst könnten die Tiefs vom April tatsächlich noch einmal getestet werden. Fundamental ist der Titel mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 46 auf Basis der Schätzungen der Erträge für 2026 allerdings weiterhin extrem hoch bewertet. Wir bleiben daher bei unserer vorsichtigen Einschätzung und raten von Direktengagement in die Aktie weiter ab.
Aussichtsreich ist aber ein Discount-Zertifikat (HS7MAL) mit Cap bei 170 Euro und Bewertungstag am 19. Juni 2026. Geht die Aktie über dem Cap bei 170 Euro über die Ziellinie, ist aktuell eine Maximalrendite von 9,3 Prozent (12,5 Prozent p. a.) möglich. Rutscht der Basiswert am Laufzeitende unter die 170er-Marke, tilgt der Emittent via Aktienlieferung. Der Einstandskurs liegt dann bei 155,51 Euro, was dem aktuellen Zertifikate-Kurs entspricht und einem Rabatt gegenüber dem Direktinvestment von rund 29 Prozent gleichkommt.
Das im April [HIER klicken] vorgestellte Discount-Zertifikat (SY2AVB) mit Cap bei 160 Euro und Bewertungstag am 19. Dezember 2025 weist aktuell nur noch eine Restrendite von rund zwei Prozent aus. Daher können Anleger hier einen Gewinn von rund fünf Prozent realisieren und in das Papier mit Cap bei 170 Euro tauschen.
Sartorius-Aktie (Vorzüge, Tageschart): Unterstützung bei 177 Euro



