Ordentliche Zahlen für das erste Halbjahr und eine Prognose-Erhöhung für das Gesamtjahr sorgten bin bei der Henkel-Vorzugsaktie (604843) in den vergangenen Wochen für steigende Kurse. Vor allem gute Geschäfte mit der Elektroindustrie haben das Geschäft stärker belebt, als es ursprünglich erwartet worden war. Nun will der Konzern auch durch Zukäufe wachsen, was der Markt ebenfalls positiv bewertet.
Das erste Halbjahr brachte Henkel ein leichtes Umsatz-Minus von 0,5 Prozent auf 10,35 Milliarden Euro. Allerdings konnte der Hersteller von Persil, Pattex, Fa Duschgel & Co. organisch um 3,2 Prozent zulegen. Diese Prozentzahl ergibt sich, wenn man An- und Verkäufe sowie Währungseffekte herausrechnet.
Auf der Ertragsseite lag das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) mit 1,62 Milliarden Euro geringfügig über dem Vorjahresniveau. Allerdings hatten Analysten hier eher mit einem kleinen Rückgang zum Vorjahr gerechnet. Daher verbessert es sich die Ebit-Marge von 15,5 auf 15,7 Prozent.
Da das Geschäft im ersten Halbjahr besser als erwartet lief, hat der Vorstand um Konzernchef Carsten Knobel die Prognose beim Umsatz erhöht. So soll das bereinigte Wachstum nun bei 1,5 bis 3,5 Prozent liegen, nachdem bislang ein Zuwachs von ein bis drei Prozent angepeilt worden war. Um den Konzern weiter fit für die Zukunft zu machen, will Knobel nun weitere Zukäufe tätigen. Sie sollen schon im Jahr 2026 rund 700 Millionen Euro zum Umsatz beitragen.
Die positive Entwicklung hat sich auch auf die Charttechnik ausgewirkt. So entstand in den vergangenen Wochen ein neuer Aufwärtstrend, der sich vom Zwischentief von Anfang Mai bildete. Er macht den Weg nun bis zum Jahreshoch bei 84,18 Euro frei.
Aus fundamentaler Sicht sind sogar noch höhere Kurse realistisch. So liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der Schätzungen für 2027 lediglich bei 14. Und auch die Dividenden-Rendite von mehr als zwei Prozent gefällt. Somit hat die Vorzugsaktie auch aus dieser Sichtweise noch Platz nach oben.
Spannend ist aber auch ein Einstiegsversuch via Discount-Zertifikat. Ein gutes Beispiel ist ein Discounter (FD16WD)mit Bewertungstag am 19. März 2027 und Cap bei 75,00 Euro. Geht die Aktie unter dem Cap durchs Ziel, erwirbt er den Basiswert zum Preis von 70,75 Euro, was dem aktuellen Zertifikate-Preis entspricht. Verbleibt der Titel hingegen am Laufzeitende über dem Cap-Level, dann tilgt der Emittent in Cash. Der Anleger erhält dann 75,00 Euro, woraus sich eine Maximalrendite von 6,1 Prozent oder hochgerechneten 10,3 Prozent ergibt, die über den entgangenen Aktienkauf mehr als entschädigt.
Der vor rund 14 Monaten [HIER klicken], also im Juni 2025, vorgestellte Discounter (SX6RQ4) mit Bewertungstag am 20. März 2026 und Cap bei 65,00 Euro wurde zum Höchstbetrag getilgt. Anleger erzielten einen Gewinn von 6,2 Prozent oder hochgerechneten 8,3 Prozent p.a.
Henkel-Aktie (Vorzüge, Tageschart): Jahreshoch in Sicht



