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Deutsche Wohnen-Aktien // Das hatten wir nicht erwartet

Von • 25. Mai 2021 • Anlagevisionen, Börsenvisionen, FeatureComments (0)635

Vonovia und Deutsche Wohnen wollen tatsächlich fusionieren. Die Transaktion kommt dabei aber eher einer Übernahme der Deutschen Wohnen durch Vonovia gleich, da Vonovia die aufnehmende Gesellschaft ist. Der Deal ist rund 18 Milliarden Euro schwer. Noch vor wenigen Tagen hatten wir genau dieses Szenario als unwahrscheinlich bezeichnet [HIER klicken]. Nun soll Europas größter Wohnimmobilienkonzern entstehen. Ob Größe allerdings nur Vorteile bringt, bezweifeln wir, da nun die Wettbewerbsbehörden am Zug sind.

Die beiden Wohnimmobilienschwergewichte dürften in verschiedenen Regionen jedoch eine enorm hohe Marktmacht haben. Wir halten es daher für wahrscheinlich, dass die Wettbewerbsbehörde hier den Verkauf einzelner Einheiten als Voraussetzung für die Zustimmung macht. Hinzu kommt die operative Lähmung. Denn die Integration der kleineren Deutsche Wohnen in die größere Vonovia dürfte die weitere Entwicklung bremsen. Zudem sehen wir nur geringe Synergieeffekte, da beide Konzerne ohnehin schon auf Effizienz getrimmt sind.

Der Kurs der Deutschen Wohnen (A0HN5C) sprang am heutigen Dienstag direkt in den Bereich des Übernahmeangebots bei rund 53 Euro. Investierte Anleger, die beispielsweise in der Vorwoche unsere positive Einschätzung zum Kauf genutzt haben [HIER klicken], sollten hier zuschlagen und Gewinne mitnehmen. Für Neuinvestments sehen wir hingegen kaum Potenzial, da eine Nachbesserung des Angebots unwahrscheinlich ist.

Die Vonovia-Aktie (A1ML7J) leidet hingegen unter dem Deal. Er ist in aller erster Linie sehr teuer. Kapitalbedarf in Form einer Kapitalerhöhung oder der Ausgaben von Anleihen ist sehr wahrscheinlich. Daher sehen wir auch bei diesem Titel kurzfristig wenig Potenzial. Investierte Langfristanleger können das Papier aber halten, nachdem der Kurs schon recht deutlich korrigiert hat.

Deutsche Wohnen-Aktie (Tageschart): Nach dem Übernahmenagebot in die Höhe gesprungen

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Bildquelle: Petra Dirscherl / pixelio.de

 

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