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Osram-Aktie // Kurssturz nach Gewinnwarnung macht Discounter attraktiv

by • 25. April 2018 • Anlagevisionen, Feature, Zertifikate_ProdukteComments (0)1568

Schwache Vorgaben vom US-Aktienmarkt in Folge der Furcht vor steigenden Zinsen sind sicher nicht der beste Zeitpunkt für eine Gewinnwarnung eines Unternehmens. Doch oft können sich die Top-Manager den Zeitpunkt der Veröffentlichung gar nicht aussuchen. Wenn nämlich die Daten bekannt sind, müssen die Vorstände umgehend den Kapitalmarkt per ad hoc-Mitteilung informieren. Gestern Abend war dies bei Osram der Fall.

Der Lichtkonzern muss aufgrund eines schwächer als erwartet verlaufenen ersten Halbjahres und des schwachen Dollars seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr 2017/18 (per 30. September) kürzen. Der einst von Siemens abgespaltene Konzern geht nun davon aus, dass es im operativen Geschäft zu Rückgängen kommt. So sollen die Umsätze nun nur noch um drei bis fünf Prozent steigen. Bisher sah die Planung einen Anstieg um 5,5 bis 7,5 Prozent vor. Beim erwarteten operativen Gewinn (Ebitda) sollen es 640 Millionnen Euro werden, hier lag der Zielwert bislang bei 700 Millionen Euro.

Logische Folge: Die Osram-Aktie (LED400), die schon seit Jahresbeginn schwächelt, brach um mehr als zehn Prozent. Ein  Boden ist bislang noch nicht in Sicht. Möglich, dass es zu einer Stabilisierung im Bereich von 45/50 Euro kommt. Fundamental ist der Wert mit einem KGV von 18 und einer Dividenden-Rendite von 1,9 Prozent aber durchaus wieder interessanter. Allerdings muss sich die Lage erst beruhigen und die steile Talfahret ein Ende finden, ehe Engagements sinnvoll sind.

Berentzen, Aktie

Wer hingegen die hohe Volatilität des Titels für einen Einstiegsversuch nutzen will, der greift zu einem Discounter der Deutschen Bank (DM2J50). Geht die Aktie am Laufzeitende am 20. Dezember 2018 unter dem Cap von 50 Euro durchs Ziel, dann erhält der Anleger pro Zertifikat eine Aktie ins Depot gebucht. Der Einstandspreis liegt dann bei 46,61 Euro, dem aktuellen Kurs des Zertifikats. Geht’s hingegen mit Osram nach oben und der Titel bewegt sich im Dezember über dem Cap, dann zahlen die Blauen exakt 50 Euro aus. Daraus ergibt sich eine attraktive Maximalrendite von 7,3 Prozent (10,8 Prozent p.a.), die für den missglückten Einstiegsversuch entschädigt.

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Osram-Aktie (Wochenchart): charttechnisch viel kaputt gegangen, klarer Abwärtstrend

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Bildquelle: Osram

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