Die Erwartungen im Vorfeld waren sehr hoch. Denn bei der Cewe Stiftung hängen Wohl und Wehe des Geschäftsjahres vom vierten Quartal ab. Hier sorgt vor allem das Weihnachtsgeschenk und die beliebten Fotobücher für hohe Umsätze, weshalb im Q4 der Großteil des Jahresgewinns erwirtschaftet wird. Und tatsächlich hat Cewe die Erwartungen erreicht. Für kräftige Kursgewinne waren die Daten am gestrigen Dienstag aber trotzdem nicht gut genug.
So meldete der Foto-Finisher für 2025 einen Umsatz von 864,5 Millionen Euro. Dies entspricht einem Plus von 3,8 Prozent. Gleichzeitig gelang es Cewe das obere Ende der selbst vorgegebenen Guidance, die von 835 bis 865 Millionen Euro reichte, nahezu exakt zu treffen. Etwas anders sieht es beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) aus. Mit 88,2 Millionen Euro kletterte der Gewinn immerhin um 2,4 Prozent über den Vorjahreswert. Hier wurden allerdings die eigenen Erwartungen „nur“ erfüllt.
Ähnlich auch die Aussagen der Analysten: Sie hatten beim Umsatz mit etwas weniger kalkuliert, dafür beim Ebit etwas mehr auf der Rechnung. Als Folge setzte die Cewe-Aktie (540300) ihre Seitwärtsbewegung weiter fort. So bewegt sich der Titel mittlerweile seit Herbst 2023 in einer ungewöhnlich engen Spanne zwischen 95 und 110 Euro. Letztendlich pendelt der Wert dabei um die 100-Euro-Marke.
Allerdings spricht die Fundamentalbewertung eher für steigende als für fallende Kurse. Denn das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der Schätzungen für 2027 liegt lediglich bei zehn. Hinzu kommt eine durchaus attraktive Dividenden-Rendite von rund drei Prozent. Daher können geduldige Anleger durchaus weiterhin Stücke an schwachen Tagen unter der 100-Euro-Marke einsammeln, wie wir dies zuletzt im Vorfeld des Weihnachtsgeschäfts im November [HIER klicken] bereits geraten hatten.
Schade, dass die Emittenten auf diesen Wert weiterhin keine Discount-Zertifikate anbieten, die derzeit sicherlich attraktive Konditionen hätten. Die Emissionshäuser dürfen hier gerne nachlegen.
Cewe Stiftung-Aktie (Tageschart): Kampf mit der 100-Euro-Marke hält an



