Bis zu elf Prozent legte die in den vergangenen Jahren gebeutelte Bayer-Aktie zu Wochenbeginn zu. Der einzige Grund sind positive Studienergebnisse für einen neuen Wirkstoff, der zur Behandlung von Schlaganfällen eingesetzt werden kann. Experten erwarten hier Spitzenjahresumsätze in Milliardenbereich. Trotzdem ist bei Bayer weiterhin nicht alles Gold, was glänzt.
Wie wir zuletzt im März [HIER klicken] herausstellten, ist der milliardenschwere Fehl-Einkauf von Monsanto noch immer ein enormer Belastungsfaktor. Diese vom Größenwahn getriebene Unternehmensentscheidung des damaligen Vorstandschefs Werner Baumann belastet weiterhin mit hohen Rückstellungen für Schadensersatzansprüchen und Gerichtskosten.
Trotzdem ist das heutige Kursplus von rund elf ein klarer Hoffnungsschimmer: Es zeigt, dass sich Bayer vor allem im klassischen Pharmageschäft gut schlägt. So ist es auch möglich, dass die Aktie tatsächlich rund 20 Prozent über dem Niveau notiert, als wir im März zuletzt darüber berichtet haben [HIER klicken].
Aus technischer Sicht war der heutige Kurssprung eine Bestätigung des jüngsten Aufwärtstrends, der seit Jahresbeginn läuft. Allerdings dürfte die Luft exakt im Bereich der 30-Euro-Marke dünner werden, da hier der Höchstwert aus dem vergangenen Jahr als Widerstand vor der Tür steht.
Aus fundamentaler Sicht macht natürlich der Wirkstoff Asundexian, der als Gerinnungshemmer zur Prävention bei Patienten mit vorherigen Schlaganfällen eingesetzt werden soll, Hoffnung. Allerdings müssen hier nun zunächst Zulassungen in den verschiedenen Märkten beantragt werden, die hoffentlich auch genehmigt werden. Daher dürfte auch im kommenden Jahr kaum Ertrag aus dieser Geschichte entstehen. Vor dem Hintergrund der Monsanto-Probleme sehen wir die Bayer-Aktie (BAY001) mit einem 2026er Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14 als ausreichend bezahlt an. Denn auch die Dividenden-Rendite von 0,4 Prozent stellt kein Kaufargument dar.
Wir bleiben daher bei unserer defensiven Herangehensweise und raten zum Kauf eines Discounters der einen kräftig rabattierten Einstieg in die Aktie ermöglicht. Das ausgewählte Discount-Zertifikat (UN02R7) mit Cap bei 26 Euro läuft bis 18. September 2027. Rutscht der Basiswert am Laufzeitende unter die 26-Euro-Marke, tilgt der Emittent via Aktienlieferung. Der Einstandskurs liegt dann bei 23,76 Euro, was dem aktuellen Zertifikate-Kurs entspricht. Der Rabatt gegenüber dem Direktinvestment läge bei rund 25 Prozent. Geht die Aktie hingegen über dem Cap bei 26 Euro über die Ziellinie, erzielt der Anleger aktuell eine Maximalrendite von13,4 Prozent (16 Prozent p.a.), da er dann 26 Euro in Cash ausbezahlt bekommt.
Das im März [HIER klicken] empfohlene Discount-Zertifikat (SY9PGN) mit Cap bei 20,50 Euro und Laufzeit bis 19. Dezember 2025 wird mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Maximalbetrag getilgt. Anleger können hier auf den Gewinn von 11,3 Prozent (14 Prozent p.a.) warten oder jetzt den Gewinn mitnehmen, der bei einem Kurs von 20,45 Euro minimal kleiner ausfällt (Restrendite: 0,2 Prozent).
Bayer-Aktie (Tageschart): Chart zeigt nach oben



