Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) kam vor rund neun Monaten an die Börse, als Abspaltung vom ThyssenKrupp-Konzern. Nach einem zunächst volatilen Verlauf markierte der Titel im Januar 2026 sein bisheriges Rekordhoch oberhalb der 100-Euro-Marke. Anschließend ging es bis in den Bereich um 70 Euro zurück, ehe nun ein möglicher Großauftrag für einen Sprung in dem Bereich von 80 Euro sorgte.
TKMS hatten wir Ihnen nach dem Börsengang im Oktober 2025 bei Plusvisionen ausführlich vorgestellt [HIER klicken]. Jetzt sorgt ein neuer Großauftrag, der vom deutschen Staat kommen wird, für frischen Schwung bei der TKMS-Aktie (TKMS00), die mit einem prozentual zweistelligen Kursplus kräftig profitierte.
Bei dem Großauftrag geht es, wie das Nachrichtenmagazin Spiegel zuerst berichtete, um eine Neuorientierung im Verteidigungsministerium. So wird Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius den Bau von Fregatten des Typs F126 nicht fortsetzen. Angedacht war, dass Rheinmetall als neuer Generalunternehmer das Projekt vom niederländischen Generalunternehmer Damen Schelde Naval Shipbuilding (DSNS), der weder die zeitlichen, noch die finanziellen Vorgaben eingehalten hatte, übernimmt. Dazu wird es nun nicht mehr kommen. Rheinmetall hatte in den kommenden Jahren aus dem Projekt mit einem Auftragseingang in einer Höhe von rund 20 Milliarden Euro gerechnet und dafür Naval Vessels Lürssen zugekauft.
Demgegenüber soll nun wohl eine größere Zahl kleinerer Fregatten des Typs Meko-200 gebaut werden, die TKMS herstellt. Die inzwischen vom Ministerium bestätigte Information, dass das Projekt F126 zu Ende geht, sorgte bei der Rheinmetall-Aktie (703000), die wir erst vor wenigen Tagen [HIER klicken] unter die Lupe genommen hatten, für herbe Rückschläge. Wir hatten bei zuletzt Rheinmetall geraten, erst den Bruch des Abwärtstrends abzuwarten, ehe neue Positionen aufgebaut werden sollen. Da der Abwärtstrend nun sogar bestätigt wurde, bleiben Anleger weiter geduldig.
Bei der TKMS-Aktie (TKMS00) hatten wir zuletzt im Januar [HIER klicken] einen Einstieg als interessant herausgestellt. Das damalige Kursniveau um 90,00 Euro ist nun wieder in Reichweite. Dabei zeigt das Chartbild Verbesserungen auf. Denn die Unterstützung im Bereich um 70,00 Euro erwies sich als robust, so dass nun auch technisch der Weg in Richtung der 90-Euro-Marke frei ist. Dazu muss allerdings noch der jüngste Abwärtstrend gebrochen werden, der sich von den Hochs aus dem nur und Februar bildete.
Fundamental bleibt die TKMS-Aktie weiterhin ambitioniert bewertet. Dies zeigt das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 33 auf Basis der Schätzungen für das Jahr 2027. Mit Blick auf das geopolitische Umfeld und die Zeitenwende, die hohe Investitionen in Sicherheit erfordert, bleiben wir bei der TKMS-Aktie aber optimistisch.
Das im Januar [HIER klicken] vorgestellte Discount-Zertifikat (DU4NZC) mit Cap bei 84 Euro und Bewertungstag am 18. September 2026 bleibt aussichtsreich, trotz der bereits erzielten Kursgewinne von rund sechs Prozent. Hier die aktuellen Konditionen: Geht die Aktie über dem Cap durchs Ziel, erzielt der Anleger eine Maximalrendite von 13,6 Prozent oder 53,4 Prozent p. a. Verfehlt der Titel hingegen das Cap-Level, erfolgt die Tilgung via Aktienlieferung. Der Anleger kauft das Papier dann zu 73,94 Euro, einem Rabatt gegenüber dem Direktinvestment von mehr als 20 Prozent entspricht.
Beim erst vor wenigen Tagen [HIER klicken] vorgestellten Discounter (FA50JY) auf Rheinmetall mit Bewertungstag am 18. Dezember 2026 und Cap „am Geld“ bei 1.200,00 Euro können Anleger engagiert bleiben. Erholt sich die Aktie über das Cap-Niveau, erzielt der Anleger aktuell eine Maximalrendite von 29,9 Prozent oder 58,3 Prozent p a. Kann die Rheinmetall-Aktie am Bewertungstag das Cap-Niveau nicht mehr erreichen, tilgt der Emittent durch Lieferung der Aktie im Verhältnis 1:1. Der Einstandskurs liegt nun bei 923,23 Euro, was dem aktuellen Zertifikate-Preis entspricht.
TKMS-Aktie (Tageschart): Wann bricht der Abwärtstrend?




