Zu Jahresbeginn ging es mit der Hoenle-Aktie steil aufwärts [Plusvisionen hatte HIER berichtet]. Mit diesem Anstieg wurde auch der kurzfristige Abwärtstrend überschritten (siehe Tageschart unten) – und die Hoffnung kam auf, ob vielleicht, in Verbindung mit den beiden Tiefs (Anfang und Ende 2025) ein (Doppel-) Boden bei der Aktie des Klebstoff-, Härtungs- und Entkeimungsspezialisten gefunden sein könnte.
Immerhin sah der weitere Kursverlauf recht konstruktiv aus: Die Aktie fiel nochmal auf die Ausbruchslinie zurück und bewegte sich von dort wieder nach oben. Auf dem Pullback-Niveau verläuft auch die 200-Tage-Durchschnittslinie, die somit ebenfalls gehalten hat, was positiv ist.
Nun hat Hoenle seinen Bericht für das erste Quartal des Geschäftsjahrs 2025/26 (bis Ende September) vorgelegt. Danach verbesserte sich der Umsatz um 0,3 Prozent auf 21,5 Millionen Euro. Der operative Gewinn (Ebitda) gab um 48,7 Prozent auf 525.000 Euro nach und das Betriebsergebnis (Ebit) sackte von minus 357.000 auf minus 809.000 Euro ab. Unter dem Strich betrug das Konzernergebnis minus 1.547.000 Euro (Vorjahreszeitraum: minus 578.000 Euro).
Erfreulich war die Entwicklung des operativen Cash-flows von minus 579.000 Euro auf plus 183.000 Euro.
Die liquiden Mittel beliefen sich zum Jahresende auf 6,7 (7,8) Millionen Euro. Das Eigenkapital betrug 75,7 Millionen Euro, bei einem langfristigen Darlehensbestand von 32,6 Millionen Euro und kurzfristigen Bankverbindlichkeiten von 13,3 Millionen Euro. An der Börse wird Hoenle derzeit mit 56,5 Millionen Euro bewertet.
Für das Gesamtjahr 2025/26 geht der Vorstand von einem Umsatz zwischen 95 und 105 Millionen Euro und einem Ebitda von sechs bis neun Millionen Euro aus.
Derzeit tendiert die Hoenle-Aktie wieder gen Norden. Offenbar blickt die Börse wieder etwas optimistischer in die wirtschaftliche Zukunft des Unternehmen und dass die Fokussierung auf das Kerngeschäft sowie Maßnahmen zur Effizienzsteigerung (Kostensenkungen) Erfolg zeigen. Gleichwohl bleibt das Umfeld, durch die Probleme im Maschinen- und Anlagenbau schwierig. Zuletzt hat sich einzig der Entkeimungsbereich positiv entwickelt: Umsatz plus 18,4 Prozent auf 6,7 Millionen Euro und Ebit-Anstieg von 113.000 auf 569.000 Euro.
Hönle wird aktuell, abzüglich der Darlehensverbindlichkeiten, nahe dem Substanzwert gehandelt. Jede Ertragsverbesserung (Turnaround) dürfte sich daher rasch positiv im Kurs bemerkbar machen. Auch auf diesem niedrigen Bewertungsniveau bleibt die Hoenle-Aktie nur spekulativen Anlegern vorbehalten.
Hoenle-Aktie (Tageschart): nächster Aufwärtsschub?



