Bis auf 225,00 Euro war die Aurubis-Aktie (676650) hochgelaufen, was vor allem einer positiven Geschäftsentwicklung, aber auch dein steigenden Rohstoffpreisen, zu verdanken war. Dies war ein neuer Kurs-Rekord. Davon hat sich das Papier inzwischen allerdings rund 25 Prozent entfernt. Hauptgrund dafür ist ein fallender Kupferpreis. Fundamental sieht es bei dem Konzern aber weiterhin sehr positiv aus, wie die jüngsten Geschäftszahlen aufzeigen.
Der Kupfer-Konzern-Aktie hatte zwischenzeitlich geholfen, dass der Vorstand die Prognose für den operativen Gewinn vor Steuern (EBT) erhöht hatte. Waren bei unserer Besprechung im vergangenen Oktober [HIER klicken] noch Werte zwischen 300 und 400 Millionen Euro als Ziel ausgerufen, visiert das Management nun Werte zwischen 425 bis 525 Millionen Euro an.
Möglich war dies, da die Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2025/26, welches in wenigen Tagen zum 30. September endet, überzeugt haben. So stieg das EBT nach neun Monaten um 31 Prozent auf 374 Millionen Euro. Im dritten Quartal waren es mit 149 Millionen Euro deutlich mehr als im zweiten Jahresabschnitt, welcher ein EBT von 121 Millionen Euro brachte. Zum Vergleich: Im Q3 des Vorjahres lag das EBT lediglich bei 57 Millionen Euro.
Mit Blick auf diese Zahlen ist zu erwarten, dass sogar das obere Ende der Guidance erreicht werden wird. Sofern der Kupfer-Konzern nicht Vorabdaten bekannt gibt, müssen Anleger allerdings noch bis zum 2. Dezember auf die finalen Zahlen warten.
Dank der recht deutlichen Korrektur ist der Wert inzwischen fundamental wieder günstig. So liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (auf Basis der Schätzung für das kommende Geschäftsjahr) bei 16. Hinzu kommt eine Dividenden-Rendite von immerhin 1,2 Prozent.
Sorgen bereitet allerdings die Charttechnik. Sofern nämlich die aktuelle Unterstützungszone im Bereich von 145 bis 160 Euro nicht gehalten werden kann, droht ein Rückfall bis an die Marke von 120 Euro. Dies halten wir zwar für unrealistisch, da die Substanz des Konzerns enorm hoch ist. In negativen Übertreibungsphasen kann dies aber trotzdem geschehen. Daher raten wir nur langfristig orientierten Anlegern, die noch nicht investiert sind, zum Direktinvestment.
Kurzfristig sinnvoller erscheint es, den Basiswert möglicherweise über ein Discount-Zertifikat ins Depot zu holen. Unser Favorit ist ein Discounter (UR1FEM) mit Cap bei 170,00 Euro und Bewertungstag am 18. Juni 2027. Geht Aurubis unter dem Cap-Niveau durchs Ziel, tilgt der Emittent durch Lieferung der Aktie. Der Einstandspreis läge dann bei 145,17 Euro, was einem Rabatt von 16,0 Prozent entspräche. Klettert die Aurubis-Aktie über den Cap, erhalten Anleger 170,00 Euro in Cash ausbezahlt. Daraus errechnet sich eine Maximalrendite von 17,2 Prozent oder hochgerechneten 22,8 Prozent p. a., was für den entgangenen Aktienkauf mehr als ausreichend entschädigen würde.
Aurubis-Aktie (Tageschart): Bietet die 200-Tage-Linie genügend Halt?



