Nach vier Jahren ist die Aktie der Merkur Privatbank aus einer erratischen Seitwärtsbewegung nach oben mit Dynamik ausgebrochen (siehe auch Tageschart unten). Das macht Hoffnung auf weitere Kurssteigerungen.
Kürzlich veröffentlichte die Merkur Privatbank, die sich auf die Bereiche Bauträger-, Leasing- und Mittelstandsfinanzierung sowie Wertpapiergeschäfte und Vermögensverwaltung spezialisiert hat, ihre Halbjahreszahlen. Diese fielen erfreulich aus:
Die Bank steigerte das Teilbetriebsergebnis in den ersten sechs Monaten 2025 um 37 Prozent auf 38,5 Millionen Euro. Neben der Steigerung des Zinsüberschusses um 21 Prozent auf 56,2 Millionen Euro, trug auch der um 17 Prozent auf 17,2 Millionen Euro erhöhte Provisionsüberschuss zur positiven Entwicklung bei.
Die Kosten hat die Bank weitgehend im Griff: Die Verwaltungskosten lagen bei 14,5 Millionen Euro, nach 12,9 Millionen Euro im Vorjahr und die Personalkosten blieben mit 21,5 Millionen Euro annähernd stabil.
Die Risikovorsorge wurde deutlich von 9,4 auf 13,0 Millionen Euro erhöht. Hier macht sich noch die Unsicherheit auf den Immobilienmärkten bemerkbar. Dennoch verbessert sich das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit um 26 Prozent auf 16,2 Millionen Euro. Unter dem Strich bleibt ein Plus von sieben Prozent beim Periodengewinn auf 5,5 Millionen Euro.
Anziehend bleibt die Merkur Privatbank für Vermögensverwaltungskunden: Die Assets under Management stiegen gegenüber dem Jahresende von 4,1 auf 4,5 Milliarden Euro, was ein wesentlicher Treiber für das gute erste Halbjahr war. Mit Nettozuflüssen von 317 Millionen Euro konnte die Bank bereits zum Halbjahr das Jahresziel einer Steigerung von 350 bis 400 Millionen Euro schon fast erreichen.
Offenbar arbeitet sich der Immobilienmarkt aus der Krise: Im ersten Halbjahr entwickelte sich sowohl die Vermittlung von Hypothekenfinanzierungen sehr erfreulich, deren Umsatz von 70,9 auf 100,9 angestiegen ist, als auch die Nachfrage nach Bauträgerfinanzierungen (insbesondere Hochbaufinanzierungen).
„Trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen konnten wir beim Provisions- und Zinsüberschuss deutlich zulegen. Und die Perspektiven für das Gesamtjahr sind weiterhin gut, zumal die Assets under Management auf über 4,5 Milliarde Euro gestiegen sind und wir eine Trendwende bei den Immobilienmärkten sehen.“
Marcus Lingel, Vorsitzender der Geschäftsführung und persönlich haftender Gesellschafter
Mit seiner florierenden Vermögensverwaltung bleibt die Merkur Privatbank-Aktie auf längere Sicht ein attraktives Investment. Einen zusätzlichen Schub könnten die Geschäfte durch einen sich belebenden Immobiliensektor erfahren. Gleichzeit ist der Immobilienmarkt aber auch ein Risikofaktor (rückläufige Kreditvergabe, Kreditausfälle), sollte dort eine Erholung ausbleiben.
Merkur Privatbank-Aktie (Tageschart): dynamischer Ausbruch aus dem Seitwärtstrend



