Beim Deutsche Börse Scale Summit sieht Pfisterer-Co-CEO Johannes Linden weiter gute Wachstumsperspektiven für den Stromleitungsverbindungsspezialisten. Der Grund dafür ist der stark steigende Bedarf an Stromnetzwerkskapazitäten durch Erneuerung, Erweiterung und technischen Fortschritt. Das bedingt nachvollziehbar auch eine deutliche höhere Nachfrage nach Verbindungselementen von Stromleitungen.
In den ersten drei Monaten des Jahres 2026 habe Pfisterer einen beeindruckenden Umsatzanstieg von 26,7 Prozent auf 126,88 Millionen Euro erzielt, schreibt GBC Research in einem aktuellen Research Comment zu dem Unternehmen, dazu trugen insbesondere die signifikant gestiegenen Umsatzerlöse in den Segmenten HVA (High Voltage Accessories) und OHL (Overhead Lines) bei.
Der Anstieg der Umsätze spiegele sich in einer überproportionalen Ergebnisentwicklung wider, so GBC: Ausgehend von einem Rekordwert beim Bruttoergebnis in Höhe von 55,3 Millionen Euro verbesserte sich die Bruttomarge von 42,0 auf 43,6 Prozent. Dies führte zu einem Anstieg des operativen Gewinns (Ebitda) von 19,7 auf 27,2 Millionen Euro und damit zu einer Verbesserung der Ebitda-Marge auf einen neuen Quartalsrekordwert von 21,4 Prozent (Vorjahr: 19,7 Prozent).
Mit der Veröffentlichung der Q1-Zahlen habe das Management von Pfisterer die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2026 und die mittelfristigen Ziele bestätigt: Es werde weiterhin mit einem Umsatzwachstum von mindestens zwölf Prozent im Jahr 2026 gerechnet und mittelfristig eine Ebitda–Marge im hohen Zehner- bis niedrigen Zwanziger-Prozentbereich angestrebt.
Als Fazit fasst GBC zusammen: Die Umsatzerlöse des ersten Quartals 2026 seien erwartungsgemäß dynamisch gestiegen und die Entwicklung des operativen Ergebnisses lag über den Erwartungen. Für die kommenden Quartale, die von weiterem Umsatzwachstum und damit im Bereich der Fixkosten von Skaleneffekten geprägt sein dürften, sei auch im Bereich der Bruttomarge von einer stabilen Entwicklung im Vergleich zum ersten Quartal 2026 auszugehen.
Deshalb hebt GBC seine Ergebnisprognosen für die Geschäftsjahre 2026 und 2027 an: Für 2026 gehen die GBC-Analysten mit einem Ebitda in Höhe von 102,9 Millionen Euro (bisher: 92,4 Millionen Euro und für 2027 mit einem Ebitda von 115,2 Millionen Euro (bisher: 107,8 Millionen Euro) aus.
Auf Basis der dargestellten Prognose-Anhebung sieht GBC nun ein Kursziel von 115,00 Euro, nach bislang 110,00 Euro. GBC Research vergibt weiterhin das Rating Kaufen.
Die vollständige Analyse kann HIER heruntergeladen werden.
Pfisterer-Aktie (Tageschart): aufwärts nach Konsolidierung



