Eigentlich waren die finalen Zahlen für 2025 keine Überraschung. Denn der Salzgitter-Konzern hatte schon im Februar Vorab-Daten veröffentlicht. Trotzdem gerät die Salzgitter Aktie (620200) am heutigen Montag nochmals deutlich unter Druck. Sie verliert in der Spitze mehr als zehn Prozent und rutscht auf ein neues Jahrestief ab.
Die deutlichen Kursverluste hängen einerseits natürlich mit dem sehr schwachen Gesamtmarkt zusammen. Aber auch die heute vorgeschlagene Höhe der Dividende sorgte insbesondere bei den Analysten für eine Enttäuschung. Denn die Experten hatten mit einer leichten Erhöhung kalkuliert. So erhalten die Aktionäre nach der Hauptversammlung am 3. Juni 2026 erneut 0,20 Euro pro Aktie, wie schon im Vorjahr.
Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass der Stahlkonzern den Nachsteuer-Verlust von rund 348 Millionen Euro auf knapp 70 Millionen Euro reduzieren konnte. Beim operativen Ergebnis (Ebitda) kam es zu einem kleinen Rückgang von 445 auf 376 Millionen Euro. Dies ist auf den weiter gesunkenen Umsatz zurückzuführen, was wiederum am fallenden Durchschnittserlös für Stahlprodukte lag.
Schon im Vorfeld der heutigen Entwicklung neigte die Salzgitter-Aktie massiv zur Schwäche. Auslöser dazu war und ist der im Zuge des Iran-Kriegs steigende Ölpreis, der die Konjunkturerwartungen bremst. So musste die Salzgitter-Aktie, die zwischenzeitlich bis an die Marke von 58 Euro hochgelaufen war, massiv Federn lassen. Eine fundamentale Einschätzung ist mit Blick auf die unsichere Konjunkturentwicklung aktuell leider kaum möglich.
Allerdings deutet die Charttechnik darauf hin, dass der Titel an der 30-Euro-Marke über eine recht stabile Unterstützungszone verfügt. Denn nicht nur im vergangenen Herbst, sondern auch in den Herbstzeiten der Jahre 2023 und 2022 bewegte sich der Titel auf diesem Niveau. Ein Direkteinstieg in den konjunktursensitiven Titel ist im aktuellen Umfeld trotzdem nur echten Langfristanlegen zu empfehlen.
Die deutlich erhöhte Volatilität des Titels sorgt allerdings bei Discount-Zertifikaten für sehr gute Konditionen. Wir raten daher zum Einstiegsversuch via Rabattpapier. Unser Favorit (FE1YNZ) läuft bis zum 18. Dezember 2026 und verfügt über einen Cap bei 25 Euro. Geht die Aktie nun über dem Cap-Niveau durchs Ziel, erzielen Anleger eine attraktive Maximalrendite von 16,2 Prozent oder 21,1 Prozent p. a. Rutsch die Salzgitter-Aktie hingegen am Bewertungstag unter die 25-Euro-Marke ab, tilgt der Emittent wir Aktienlieferung. Der Einstandskurs liegt dann bei 21,51 Euro, was einem Rabatt gegenüber dem Direktinvestment von rund 34 Prozent entspräche.
Salzgitter-Aktie (Tageschart): Hält die Unterstützung bei 30 Euro?



