Der Sartorius-Konzern meldete schon zu Monatsbeginn ordentliche Zahlen für das Geschäftsjahr 2025. Dabei konnte der Labor- und Pharmazulieferer die Markterwartungen erreichen. Auch beim Ausblick auf das Jahr 2026 deutet viel darauf hin, dass weiteres Wachstum generiert werden kann. Trotzdem gibt es Gründe, die gegen den Direktkauf der Aktie sprechen.
So bewegt sich die Sartorius-Vorzugsaktie (716563) nahezu exakt auf dem identischen Niveau unserer jüngsten Besprechung im Oktober 2025 [HIER klicken]. Damals hatte das Unternehmen den Abstieg aus dem DAX zu verkraften, nachdem die Corona-Euphorie aus der Aktie ausgepreist worden war. Zudem belasteten auch zu diesem Zeitpunkt die Unsicherheiten im Zusammenhang mit den US-Zöllen.
Die Neun-Monats-Zahlen waren aber damals schon sehr ordentlich. Dies gilt nun auch für die Daten für das Gesamtjahr 2025: Die Göttinger erzielten einen Umsatz von 3,54 Milliarden Euro, was bei konstanten Wechselkursen einem Zuwachs von 7,6 Prozent entsprach, nominal aber lediglich ein Plus von knapp fünf Prozent bedeutete. Beim bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging es von 945 Millionen auf 1,05 Milliarden Euro nach oben. Die Marge verbesserte sich damit von 28 auf 29,7 Prozent.
Beim Ausblick wählte Konzernchef Michael Grosse eine recht breite Spanne: So soll der währungsbereinigte Umsatz um fünf bis neun Prozent zulegen. Dies deutet aber darauf hin, dass Sartorius wieder auf den alten Wachstumspfad zurückkehrt, nachdem im Anschluss an die Corona-Zeit eine gewisse Nachfrageschwäche das Unternehmen bremste.
Fundamental ist der Wert aber weiterhin sehr teuer, wie ein Kurs-Gewinn-Verhältnis jenseits von 40 andeutet. Auch die Dividenden-Rendite von lediglich 0,3 Prozent kann Fundamentalanleger kaum überzeugen. Daher bleibt unsere Meinung unverändert zur Einschätzung vom Oktober [HIER klicken], dass ein Direkt-Engagement keine gute Anlageidee ist.
Aussichtsreich ist aber weiter ein Discount-Zertifikat (HS7MAL) mit Cap bei 170 Euro und Bewertungstag am 19. Juni 2026, welches wir schon im September 2025 vorstellten [HIER klicken]. Geht die Aktie über dem Cap bei 170 Euro über die Ziellinie, ist aktuell aber nur noch eine Maximalrendite von 2,0 Prozent (6,0 Prozent p. a.) möglich, weshalb ein Nachkauf keinen Sinn mehr macht. Wer das Papier im Depot hat, wartet mit einem komfortablen Puffer zum Cap von 26 Prozent bis zur Endfälligkeit in 117 Tagen.
Besser ins Bild passt ein Discount-Zertifikat (PJ0RCM) mit Cap bei 190 Euro und Bewertungstag am 18. Dezember 2026. Geht die Aktie über dem Cap durchs Ziel, erzielt der Anleger eine maximale Rendite von 9,5 Prozent oder 11,4 Prozent p. a. Rutscht der Basiswert am Laufzeitende unter das Cap-Niveau, tilgt der Emittent via Lieferung der Aktie. Der Einstandspreis liegt dann bei 173,48 Euro, was einem Rabatt rund 25 Prozent gegenüber dem Direktinvestment entspricht.
Sartorius-Aktie (Vorzüge, Tageschart): wenig Dynamik



