Zwei große Themen bewegen derzeit die Kapitalmärkte: China und künstliche Intelligenz (KI). China will mit Macht zum globalen Hegemon aufsteigen und dazu die USA vom Platz eins verdrängen. Ein Mittel dazu: Industrie-Standards setzen. In vielen Bereichen gelingt das China bereits: etwa bei der Energie–Infrastruktur in Asien und Afrika oder bei der Elektro-Mobilität. In Bereichen wie Pharma und Biotech drängt China gewaltig nach vorne.
Auch bei der künstlichen Intelligenz möchte China unbedingt den Weg bestimmen. Deshalb gibt es auch China immer wieder Initiativen künstliche Intelligenz zu regulieren, da der kommunistischen Partei KI und deren anarchisches Potenzial grundsätzlich suspekt sind. Gleichzeitig ist China bestrebt wissenschaftlich führend bei KI zu werden.
Ein wichtiger Baustein dafür sind Halbleiter (Chips). Das Maß aller Dinge ist hier zurzeit Nvidia. Die kommunistische Partei Chinas (KP) hat daher auch den Einsatz von Nvidia–Chips verboten, um die eigene Forschung voranzutreiben. Was China auch braucht, um bei KI-Chips an den Westen aufzuschließen sind Maschinen zur Halbleiter–Herstellung. Hier ist aktuell die niederländische ASML. Nur auf deren Maschinen können hochwertige KI-Chips produziert werden. China hinkt hier – noch? – Jahre hinterher.
Ein gewichtiger Marktteilnehmer im europäischen Halbleiter-Maschinenbau ist auch Aixtron. Heute meldet das Unternehmen aus Herzogenrath die Auslieferung des hundertsten G10-SiC-System . Dieser Meilenstein unterstreiche die starke Marktnachfrage nach der G10-SiC-Epitaxie-Batch-Technologie von Aixtron in den letzten drei Jahren, heißt es. Es zeige zudem, dass die Siliziumkarbid–Leistungsbauelemente für die Leistungselektronik der nächsten Generation auf dem Vormarsch sei.
Die Aixtron–Aktie versucht sich, aus charttechnischer Sicht (siehe auch Chart unten), seit April an einer Bodenbildung. Bis Juli ging es recht stramm aufwärts, dann folgte eine Konsolidierung, die nun abgeschlossen sein könnte – die Aixtron-Aktie notiert wieder (knapp) oberhalb der 200–Tage–Durchschnittslinie. Gelänge ein nachhaltiger Durchbruch wäre das ein wichtiger Schritt zu weiter steigenden Kursen. Nächste Barriere wäre das Juli-Hoch bei 16,50 Euro.
Halbleiter–Ausrüster wie Aixtron, PVA Tepla oder Suss Microtec profitieren heute auch von einer Höherstufung von ASML durch Morgan Stanley, wo die Analysten die Chance auf eine zyklische Erholung sehen.
Für Anleger mit einem längerfristigen Investmenthorizont bleibt Aixtron [Plusvisionen hatte zuletzt HIER berichtet] ein attraktives Investment.
Aixtron-Aktie (Tageschart): Bodenbildung?




Ein Kommentar
Betr.: Aixtron – Zukunftsaussichten!