Wenn ein DAX-Schwergewicht wie die Allianz-Aktie (840400) sich ihrem Rekordhoch mit großen Schritten annähert, dann ist dies sicher eine spannende Sache. Dazu beigetragen hat am gestrigen Dienstag auch die US-Investmentbank Goldman Sachs. Deren Analysten schraubten das Kursziel für die Aktie von 410 Euro auf 450 Euro nach oben, was dann deutlich über dem bisherigen Rekordhoch von 402,66 Euro liegt. Somit dürfte zunächst die Marke von 400 Euro wohl noch vor der Hauptversammlung, die Anfang Mai stattfindet, wieder erreicht werden.
Dabei hat Goldman Sachs-Analyst Andrew Baker nicht nur das Kursziel erhöht, sondern auch seine Einstufung von „Neutral“ auf „Kaufen“ gestellt. Doch damit sind die US-Amerikaner nicht die größten Optimisten. Die Experten der Berenberg Bank halten aktuell gar ein Kursziel von 504 Euro für möglich.
Doch es gibt auch klassische technische Gründe für die jüngste Aufwärtsbewegung. Denn Anfang Mai steht die Hauptversammlung an. Dort dürften eine Dividende von 17,10 Euro pro Anteilschein beschlossen werden. Dies entspricht auch auf dem erhöhten Kursniveau – einer attraktiven Dividenden-Rendite von 4,3 Prozent. Solche Werte locken natürlich Investoren an, die jetzt zugreifen und in rund zwölf Monaten erneut eine hohe Dividende erhalten durften.
Doch auch aus fundamentaler Sicht ist das Papier weiter attraktiv, wie wir es bei Plusvisionen zuletzt im April 2025 [HIER klicken] beschrieben haben. So liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der Schätzungen für das laufende Geschäftsjahr lediglich bei 13, für das kommende Geschäftsjahr gar nur bei zwölf. Zudem kalkulieren die Analysten mit weiter steigenden Dividenden.
Auch die Charttechnik spricht kurzfristig für weiter steigende Kurse, wenn dann die Hürde bei 400 Euro und das bisherige Rekordhoch als Widerstände aus dem Weg geräumt sind. Denn dies wären zwei klassische Kaufsignale. Langfristanleger können daher weiter zugreifen, sollten aber auch nach dem Dividendenabschlag, der Anfang Mai erfolgt, und einer nachfolgenden Konsolidierung nicht nervös werden.
Wer lieber mit Rabatt kaufen will, unternimmt einen Einstiegsversuch via Discount-Zertifikat (FD0NSX) Unser Favorit ist ein Papier „am Geld“ mit Cap bei 396 Euro und Bewertungstag am 18. Dezember 2026. Notiert das Allianz-Papier dann unter dem Cap-Niveau, tilgt der Emittent via Lieferung der Aktie. Der Einstandskurs liegt dann bei 362,75 Euro, was dem aktuellen Zertifikate-Kurs entspricht und einem Rabatt von rund acht Prozent gleichkommt. Verweilt der Basiswert im Dezember über dem Cap, bekommt der Anleger 396 Euro in Cash, woraus sich eine Maximalrendite von 9,2 Prozent oder 13,3 Prozent p. a. ergibt, was für den entgangenen Aktieneinstieg gut entschädigt.
Sowohl das vor Jahresfrist [HIER klicken] vorgestellte Discount-Zertifikat (HS9PET) mit Cap bei 300 Euro und Bewertungstag am17. April 2025 als auch das ebenfalls empfohlene Rabatt-Papier (HT2NJF) mit Cap bei 320 Euro und Laufzeit bis Dezember 2025 wurden zum Höchstbetrag getilgt. Anleger erzielten einen Gewinn von zwei Prozent bzw. 15,7 Prozent.
Allianz-Aktie (Tageschart): Vor der 400er-Hürde



