Eine beeindruckende Talfahrt erlebte die Gerresheimer-Aktie in den vergangenen Jahren. Nachdem im Herbst 2023 bei 122,90 Euro noch ein Rekordhoch erreicht worden war, ging es bis auf ein Zwischentief bei 22,60 Euro zum Ende des Vorjahres nach unten. Aktuell sucht der Titel im Bereich um 25 Euro seinen Boden, zu dessen Erfolg auch eine Analysten-Empfehlung beitragen könnte.
Die Experten der Oddo BHF hatten die Gerresheimer-Aktie (A0LD6E) zuletzt wieder einmal unter die Lupe genommen und dabei den Titel von neutral auf outperform hochgestuft. Das Analysten-Kursziel liegt bei 37 Euro. Maßgeblicher Faktor für die positive Einschätzung sind Aussagen des Managements bei einer Investorenveranstaltung, wonach die größten Schwierigkeiten überstanden sind. Zudem stellte die Verwaltung klar, dass das Geschäft im Pharmabereich weiterhin wächst. So dürfte es möglich sein, dass Gerresheimer 2026 ein kleines Umsatzwachstum generieren kann.
Der von der Bafin ausgelöste Kursrutsch den wir im September 2025 [HIER klicken] ausführlich beschrieben haben, sollte nun abgeschlossen sein. Denn bei den notwendigen Bilanz-Korrekturen handelt es sich tatsächlich um Kleinigkeiten oder Peanuts, wie wir es damals in Anlehnung an den legendären Ex-Deutschbanker Hilmar Kopper beschrieben hatten. Zudem kündigte Gerresheimer an, in Zukunft mögliche derartige Umsatzerlöse nicht mehr in dieser Form in die Bilanz einzustellen.
Mit Blick auf die durchaus optimistischen Aussagen des Vorstands stufen auch wir die Gerresheimer-Aktie dank des 2027er Kurs-Gewinn-Verhältnis von elf als günstig ein. Hilfreich für den Titel könnte auch die Dividenden-Rendite sein, die bei einer unterstellten Ausschüttung von 65 Cent pro Aktie immerhin 2,5 Prozent erreicht. Auch die Charttechnik gibt – dezent – Anlass zur Hoffnung, nachdem der Titel seit November kein neues Tief markiert hat. Mutige Langfristanleger könnten daher durchaus Stücke einsammeln.
Auch das im September 2025 [HIER klicken] vorgestellte Discount Zertifikat (HT70SX) mit Cap bei 30 Euro und Bewertungstag am 19. Juni 2026 darf im Depot bleiben. Das Cap-Niveau von 30 Euro scheint bis zur Jahresmitte durchaus erreichbar. Aktuell wirft das Rabattpapier eine Maximalrendite von 24,4 Prozent oder 57,5 Prozent p. a. ab, wenn der Cap von 30 Euro bis zum Bewertungstag erreicht wird. Gelingt dies nicht, dann tilgt der Emittent via Aktienlieferung. Wer bei dem Discounter jetzt neu einsteigt, kauft den basiswert in diesem Fall mit einem Rabatt von rund 6,5 Prozent.
Gerresheimer-Aktie (Tageschart): Versuch einer Bodenbildung



