Nachdem Pfisterer zu Jahresbeginn noch von der Verlagerung des Standorts Wunsiedel nach Kadaň betroffen war, wurde ab dem zweiten Quartal 2025 ein beeindruckender Wachstumskurs eingeschlagen, schreibt GBC Research in einer aktuellen Analyse zu dem Energie-Inftrastruktur-Unternehmen. Dieser setzte sich im dritten Quartal 2025 mit einem Umsatzanstieg von 25,5 Prozent fort, sodass die Umsätze nach neun Monaten bei 326,6 Millionen Euro und damit 14,5 Prozent über dem Vorjahreswert von 285,2 Millionen Euro lagen.
Analog zum deutlichen Umsatzanstieg weise Pfisterer auf allen Ergebnisebenen spürbare Verbesserungen auf, so GBC. Das Bruttoergebnis erhöhte sich in den ersten drei Quartalen 2025 auf 135,4 Millionen Euro (Vorjahr: 110,8 Millionen Euro), was einem Anstieg der Bruttomarge auf 41,4 Prozent (Vorjahr: 38,8 Prozent) gleichkomme. Einen besonderen Anteil daran habe insbesondere die positive Geschäftsentwicklung im Segment OHL (Overhead Lines – Überlandleitungen), wo die Bruttomarge deutlich auf 40,9 (31,9) Prozent verbessert werden konnte.
Trotz der deutlichen Kostensteigerungen, durch den Börsengang im zweiten Quartal 2025, setzte sich die Ergebnissteigerung auch auf Ebene des operativen Gewinns (Ebitda) fort. Dieses legte in den ersten neun Monaten 2025 um 30,3 Prozent auf 57,8 Millionen Euro zu. Hier seien beispielsweise die höheren Beratungs-, IT- und Personalkosten im Zusammenhang mit dem IPO enthalten, die den Verwaltungsaufwand deutlich auf 28,7 (23,1) Millionen Euro gesteigert hätten.
Pfisterer veröffentlichte keine konkreten Umsatz- beziehungsweise Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr 2025, aber es werde, laut Unternehmensangabe, mit einer Fortsetzung der positiven Entwicklung bei Auftragseingängen und Umsätzen gerechnet. Mittelfristig sollte die bereinigte Ebitda-Marge, die sich sukzessive dem Ebitda as reported annähern dürfte, im hohen Zehnerprozentbereich liegen.
Ein wesentliches Argument für die erwartete Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung sei der erhebliche Ausbau des Auftragsbestands um 46,0 Prozent auf 338,7 Millionen Euro. Der Auftragseingang der ersten neun Monate lag mit 431,3 Millionen Euro um 33,6 Prozent über dem Vorjahreswert.
GBC schätzt für das Geschäftsjahr 2025 ein Umsatzwachstum von 15,1 Prozent auf 440,9 Millionen Euro. Bislang war GBC von 427,4 Millionen Euro ausgegangen. Der operative Gewinn (Ebitda) wird nun mit 78,0 Millionen Euro prognostiziert, nach zuvor 72,4 Millionen Euro. Die Ebitda–Marge läge dann bei 17,7 Prozent (GBC-Prognose alt: 16,9 Prozent).
Das neue GBC–Kursziel lautet nun 85,00 Euro je Aktie (zuvor: 48,00 Euro); das Rating bleibt bei einem Kaufen.
Die vollständige Analyse kann HIER heruntergeladen werden.
Plusvisionen hatte HIER bei einem Kurs von 62,10 Euro über die Pfisterer–Aktie berichtet und sie als aussichtsreich eingestuft.
Pfisterer-Aktie (Tageschart): Konsolidierung nach Aufwärtsbewegung



