Was für eine fulminante Aufwärtsentwicklung der Aixtron–Aktie im zurückliegenden Jahr: Anfang April 2025 notierte das Papier noch bei rund neun Euro – derzeit sind es 45 Euro! Plusvisionen hatte zuletzt bei im September 2025 bei rund 14 Euro [HIER] und im Februar 2026 bei knapp 23 Euro [HIER] über den Hersteller von Dispositionsmaschinen berichtet und auf die Chancen hingewiesen.
Im vergangenen Jahr sank der Aixtron–Umsatz um zwölf Prozent auf 556,6 Millionen Euro und der Betriebsgewinn (Ebit) verringerte sich um 24 Prozent auf 100,3 Millionen Euro, aufgrund geringerer Auslastung und negativer Wechselkurseffekte. Die Ebit–Marge pendelte sich bei 18 Prozent ein.
Der Auftragseingang lag bei544,3 Millionen Euro, nach 596,4 Millionen Euro im Jahr 2024. Im vierten Quartal zogen die Bestellungen um 37 Prozent auf 169,6 Millionen Euro an. Zum Ende des Geschäftsjahres 2025 hatte Aixtron einen Anlagen-Auftragsbestand von257,8 Millionen Euro (2024: 289,3 Millionen Euro).
Im ersten Quartal 2026 profitierte Aixtronvon einer stärker als erwarteten Nachfrage im Bereich Optoelektronik. Der vorläufige Auftragseingang stieg im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 30 Prozent auf 171 Millionen Euro. Gut 65 Prozent des Auftragseingangs entfielen auf das Segment Optoelektronik. Der vorläufige Umsatz belief sich auf 59 Millionen Euro (Q1/2025: 112,5 Millionen Euro).
Das vorläufige Ebit belief sich auf minus 22 Millionen Euro (Q1/2025: 3,3 Millionen Euro). Neben einem Einmalaufwand (Personalbereich) ist der wesentliche Grund für diesen Verlust das geringe Umsatzvolumen.
Die deutlich stärker als erwartete Nachfrage aus der Optoelektronik im ersten Quartal lässt Aixtron dennoch positiv in die Zukunft blicken: Mitte April erhöhte Aixtron seine Umsatzprognose von 520 auf 560 Millionen Euro, mit einer Bandbreite von plus-minus 30 Millionen Euro. Die Ebit–Marge soll dabei zwischen 17 und 20 Prozent (zuvor: 16 bis 19 Prozent) liegen.
Derzeit bewertet die Börse das Unternehmen mit 5.105,5 Millionen Euro. Das ist inzwischen ein stolzer Wert, auch wenn Aixtron beispielsweise mit seiner G10-AsP-Anlage das Tool-of-Record für die nächste Generation der photonischen Bauelemente, die für die Chip-to-Chip, Rack-to-Rack und Datacenter-to-Datacenter Kommunikation im KI-Bereich eingesetzt werden können, liefert.
Charttechnisch wurde das Mehrjahreshoch bei 38/39 Euro vom Dezember 2023 jüngst überwunden, was (sehr) positiv ist und grundsätzlich für weiter steigende Kurse spricht. Allerdings erscheint die Kursentwicklung etwas heißgelaufen, eine Konsolidierung ist deshalb wahrscheinlich. Langfristig bleibt Aixtron mit Blick auf KI und Halbleiter-Boom als Player im Ökosystem der Halbleiterausrüster / Halbleiterzulieferindustrie (neues Werk in Malaysia) eine attraktive Aktie.
Aixtron-Aktie (Tageschart): neues Mehrjahreshoch



