Die Umweltbank, einem Spezialisten für die Finanzierung von Projekten im Bereich erneuerbarer Energien, erzielte im vierten Quartal 2025 ein starkes Wachstum im Privatkundengeschäft, schreibt GBC Research in einer aktuellen Studie [HIER]. Insgesamt sei die Anzahl der Privatkunden im Geschäftsjahr 2025 auf 184.000 gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr entspräche dies einem Wachstum von rund 29.000 Kunden. Mit rund 23.000 neuen Kunden war das vierte Quartal dabei Treiber für diesen Anstieg.
Zwar bliebe die Anzahl der Neukunden hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück – bis zum Geschäftsjahresende 2025 war ein Anstieg auf 210.000 Kunden prognostiziert worden –, doch bei den Privatkunden-Einlagen konnte das Kreditinstitut die ambitionierte Prognose exakt erfüllen. Diese legten auf den prognostizierten Wert von 4,3 Milliarden Euro erheblich zu (Vorjahr: 3,5 Milliarden Euro). Auch hier war das vierte Quartal 2025 mit einem Plus bei den Kundeneinlagen um mehr als 0,4 Milliarden Euro für den wesentlichen Teil des Gesamtwachstums maßgeblich.
Wichtigster Faktor für die erfolgreiche Entwicklung im vierten Quartal dürfte die seit Oktober 2025 laufende Tagesgeld-Aktion sein, die für die ersten drei Monate drei Prozent Zins garantiert. Darüber hinaus dürfte auch das im zweiten Halbjahr 2025 eingeführte Girokonto dazu beigetragen haben.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 rechne das Management der Umweltbank mit einer Fortsetzung der positiven Entwicklung im Privatkundengeschäft und erwartet einen Anstieg der Privatkunden-Einlagen auf 5,4 Milliarden Euro. Die Kundenzahl soll um rund 75.000 auf 260.000 steigen. Insbesondere bei den Kundeneinlagen werde ein stärkeres Wachstum als bislang (Kundeneinlagen auf 5,0 Milliarden Euro) erwartet.
Grundsätzlich gehe die Umweltbank von einem höheren Einlagenvolumen je Kunde aus, was sicherlich der positiven Entwicklung im vierten Quartal 2025 geschuldet sei. Wie kommuniziert, sollen die im vergangenen Geschäftsjahr eingeführten Produkte (Girokonto oder digitale Anlageberatung) und die Ausschöpfung von Cross-Selling-Potenzialen hierzu beitragen. Zudem könnten neue Aktionen opportunistisch aufgesetzt werden.
Wie erwartet, habe sich das Firmenkundengeschäft rückläufig entwickelt. Mit rund 120 Millionen Euro lag das Neukreditvolumen deutlich unterhalb der bereits zu den 9-Monatszahlen 2025 reduzierten Prognose eines Neukreditvolumens von 200 bis 250 Millionen Euro. Insgesamt dürfte sich das ausstehende Kreditvolumen damit reduziert haben.
Diese Entwicklung sei vor dem Hintergrund der kapitalschonenden Vorgehensweise bei der Neukreditvergabe durch die Umweltbank zu erwarten gewesen. Nach der im September 2025 durchgeführten Kapitalerhöhung verfügt die Bank nun über einen deutlich höheren Kapitalpuffer.
Gemäß vorläufigen Zahlen lieg die Gesamtkapitalquote zum Jahresende 2025 bei rund 17,0 Prozent und weise damit einen komfortablen Puffer zur Gesamtkapitalanforderung von 15,6 Prozent auf, wobei die die Umweltbank ihre Erwartung bekräftigte, dass für 2026 mit einer Reduktion der Kapitalanforderungen zu rechnen sei. In diesem Zusammenhang sei die zum 14. Juli 2025 beendete Tätigkeit des von der Bafin eingesetzten Sonderbeauftragten wichtig, da dies ein Beleg für die erzielten aufsichtsrechtlichen Fortschritte sei.
Das Management der Umweltbank habe sowohl das im Rahmen des letztjährigen Capital Markets Dayvorgestellte Wachstums-Szenario als auch die Ergebnis-Prognose für 2025 bestätigt. Die vorläufigen Zahlen für 2025 sowie die Prognose für 2026 werden am 25. Februar 2026 veröffentlicht. GBC Research hält an seinem Kaufen-Rating und dem Kursziel 9,40 Euro unverändert fest.
Die vollständige GBC–Analyse kann HIER heruntergeladen werden.
Umweltbank-Aktie (Tageschart): intakter Abwärtstrend



