Dank eines ausgezeichneten Schluss-Quartals hat Jost Werke seine Jahresziele erreicht oder sogar übertroffen. Dies sorgte am gestrigen Donnerstag, aber auch im frühen Freitagshandel, für deutliche Kursgewinne bei der Jost-Aktie (JST400). Dadurch gelang es dem Papier zudem den langfristigen Widerstand im Bereich von 55,00 Euro klar zu übertreffen.
Auf diesen Widerstand bei 55,00 Euro hatten wir sowohl im Juli [HIER klicken] als auch zuletzt im Dezember [HIER klicken] hingewiesen. Trotzdem hatten wir die Aktie für Langfristanleger als interessant eingestuft. Aus unserer Sicht war die fundamentale Bewertung zu diesen Zeitpunkten attraktiv und auch die Perspektiven des Unternehmens ausgezeichnet. Nun bestätigte Jost mit den frischen Daten für das Geschäftsjahr 2025 unsere Meinung.
So steigende Jost Werke im Gesamtjahr den Umsatz um stolze 43,5 Prozent auf 1,53 Milliarden Euro. Dazu trug allerdings maßgeblich ein großer Zukauf bei, aber auch organisch ist der Konzern um rund zwei Prozent gewachsen. Auch das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) sprang an. Es verbessert es sich um 28,6 Prozent auf 145,2 Millionen Euro. Dies entsprach eine Ebit-Marge von 9,5 Prozent, nach 10,6 Prozent im Vorjahr.
Vor allem auf der Ertragsseite konnte Jost Werke seine Prognosen übertreffen. Dabei sprach Vorstandschef Joachim Dürr von einem außergewöhnlich volatilen Jahr, welches von starken Umsatzverlusten in den USA geprägt war, dennoch aber sehr erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Der CEO setzt dabei weiter auf seine Strategie Ambiton 2030, die vor allem die Diversifikation des Geschäftsmodells vorsieht, aber auch auf eine verbesserte Resilienz und eine steigende Profitabilität ausgerichtet ist.
Spannend ist nun wie die Aktionäre an dem Erfolg beteiligt werden. Hier müssen sich die Anleger allerdings noch bis zum 26. März gedulden. An diesem Termin will das Unternehmen die geprüften Zahlen vorlegen und auch einen Dividenden-Vorschlag, sowie den Ausblick für das Geschäft für 2026 Aktionären präsentieren.
Wir gehen davon aus, dass Jost Werke die Dividende mindestens in den Bereich von 1,80 Euro erhöhen wird, woraus sich eine Dividenden-Rendite von 2,7 Prozent errechnet. Hinzu kommt ein noch immer attraktives Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14 (auf Basis der Gewinnschätzungen für 2026). Langfristanleger können daher schwache Tage weiter zum Nachkauf oder zum Einstieg nutzen.
Leider bieten die Emittenten von Zertifikaten weiter keine Papiere auf diesen Basiswert an. Speziell Discount-Zertifikate wären bei der vorhandenen Volatilität ein spannendes Produkt um in die Aktie verbilligt einsteigen zu können. Hier dürfen die Emittenten gerne nachlegen.
Jost Werke-Aktie (Tageschart): Widerstand bei 55 Euro geknackt



