Die Aktie der Norma Group (Spezialist für Verbindungselemente wie Schellen) arbeitet sich weiter aus dem (tiefen) Kurstal heraus – heute mit einem Plus von rund vier Prozent. Bei Kursen über 18,30 Euro entsteht dabei eine spannende charttechnische Situation, die Hoffnung auf mehr macht.
Mit dem Überschreiten dieser Marke wäre nicht nur das August-Hoch eingestellt, sondern auch ein wichtiger Widerstand (siehe auch Tageschart unten) egalisiert. Zudem bestünde dann die Chance, dass sich die Schwächephase seit Mitte August als Konsolidierung im Aufwärtstrend herausstellen würde. Träte diese Szenario ein, könnte technik-affine Anleger auf Kurse im Bereich von 26 Euro spekulieren.
Für gute Laune sorgt an der Börse derzeit eine Nachricht der Norma Group (vom 18. September 2025), wonach verbindliche Kaufangebote zum Erwerb des Wassermanagement–Geschäfts vorliegen. Das Unternehmen, das die Wasser-Sparte schon länger abstoßen möchte, befinde sich mit einer kleinen Anzahl der Bieter in fortgeschrittenen nicht exklusiven Verhandlungen. Die Verhandlungen seien noch nicht zu einem Abschluss gekommen.
Die Wasser-Sparte wird als sehr werthaltig angesehen und könnte aktuell rund die Hälfte der Marktkapitalisierung abdecken. Einige Analysen gehen sogar von deutlich höhern erzielbaren Verkaufspreisen aus.
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahrs 2025 erzielte Norma einen Konzernumsatz in Höhe von 574,6 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang von 6,5 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum Das bereinigte Betriebsergebnis (bereinigtes Ebit) erreichte im Zeitraum Januar bis Juni 33,7 Millionen Euro und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 51,8 Millionen Euro. Die bereinigte Ebit–Marge betrug 5,9 Prozent (erstes Halbjahr 2024: 8,4 Prozent).
Für das Gesamtjahr 2025 geht Norma von einem Konzernumsatz in Höhe von rund 1,1 Milliarden bis rund 1,2 Milliarden Euro aus. Hinsichtlich der Profitabilität rechnet das Unternehmen mit einer bereinigten Ebit–Marge in Höhe von rund sechs bis rund acht Prozent. Der operative Cash–flow wird in der Bandbreite von 75 Millionen bis 95 Millionen Euro erwartet.
Derzeit kommt Norma auf einen Börsenwert von 579,9 Millionen Euro. Das Eigenkapital wurde zum Halbjahr mit 648,4 Millionen Euro ausgewiesen. Die Nettoverschuldung betrug 334,6 Millionen Euro (Kassen–Bestand von 110,5 Millionen Euro). Die Börse gewährt Norma damit nach wie vor nur einen kleinen Aufschlag auf die Substanz. Mit Blick auf Umsatz und einer verbesserten Marge, sollte das Kurspotenzial der Aktie noch nicht ausgereizt sein.
Nachtrag vom 23. September 2025: Norma verkauft seine Wasser-Sparte für umgerechnet rund 850 Millionen Euro an ein US-Unternehmen. HIER mehr dazu auf Plusvisionen.
Norma Group-Aktie (Tageschart): Geht der Aufschwung weiter?



