Nach einem soliden Verlauf des Geschäftsjahres 2025/26, welches ungewöhnlicherweise Ende Februar ausgelaufen ist, blickt der Baumarkt- und Baustoffkonzern Hornbach Holding vorsichtig auf das neue Geschäftsjahr. Mit Blick auf die aktuelle Konjunkturentwicklung überrascht dies nicht. Damit erklärt sich aber auch die Tatsache, dass der Titel binnen Jahresfest rund ein Viertel an Wert verloren hat. Trotzdem gibt es Hoffnungen.
Wie bereits vorab bekannt war, hat Hornbach im vergangenen Geschäftsjahr den Umsatz um 3,8 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro gesteigert. Demgegenüber sank das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 1,8 Prozent auf 264,7 Millionen Euro. Dies lag im Rahmen der Prognosen. Erfreulich zudem: Auch im 39. Jahr in Folge, also seit dem Gang an die Börse, zahlt der Konzern eine Dividende aus. Sie liegt mit 2,40 Euro auf dem Vorjahresniveau, woraus sich eine Dividenden-Rendite von mehr als drei Prozent errechnet.
Wenig überraschend blickt das Management mit Vorsicht auf das nun angelaufene Geschäftsjahr: Der Umsatz soll mit 6,4 Milliarden Euro erneut leicht über dem Vorjahreswert liegen. Dazu beitragen sollen auch neu eröffnete Filialen. Auch beim Ebit werden die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Hier geht die Verwaltung von einem Ergebnis auf Vorjahresniveau aus. Dies sorgte bei den Analysten für leichte Verunsicherung, nachdem deren Schätzungen ein leicht steigendes Ebit hatten erwarten lassen.
Die Hornbach-Aktie (608340) hat, natürlich mit Blick auf die Konjunkturentwicklung und vor allem auf die schwache Nachfrage am Bau, in den vergangenen Monaten deutlich an Wert verloren. Binnen Jahresfrist steht ein Minus von rund 25 Prozent. Allerdings hat sich die Abwärtsbewegung zuletzt verlangsamt. So markierte der Titel seit März kein neues Zwischentief. Technisch besteht damit die Chance auf eine Bodenbildung.
Dafür spricht auch die Fundamentalbewertung. Denn mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von acht ist der Titel günstig bewertet. Zudem sollte die Dividenden-Rendite den Wert nach unten gut absichern. Anleger, die mittelfristig an eine Wende bei der Konjunkturentwicklung glauben, können daher schwache Tage zum Einstieg in den Titel nutzen.
Eine gute Einstiegsmöglichkeit bietet aber auch ein Discount-Zertifikat (DU8R7E) mit Cap bei 76 Euro und Laufzeit bis März 2027. Geht die Hornbach-Aktie unter dem Cap-Niveau durchs Ziel, wird dem Anleger pro Zertifikat ein Anteilschein ins Depot gebucht. Der Einstandskurs liegt dann bei 68,77 Euro, was einem Rabatt gegenüber dem Direktinvestment von knapp 13 Prozent entspricht. Verweilt die Hornbach-Aktie am Laufzeitende über dem Cap, dann erhält der Anleger 76 Euro in Cash ausbezahlt. Daraus ergibt sich eine Maximalrendite von 10,5 Prozent oder 12,2 Prozent p. a., die für den entgangenen Aktieneinkauf entschädigt.
Hornbach Holding-Aktie (Tageschart): Gelingt die Bodenbildung?



