Vor allem hohe Kundenzuflüsse sorgten dafür, dass die Assets under Management bei der Merkur Privatbank auch im Jahr 2025 wieder kräftig gestiegen sind. Dies war die Grundvoraussetzung dafür, dass sich Bankenchef Marcus Lingel mit dem Geschäftsjahr 2025 sehr zufrieden zeigte. Auch für das laufende Jahr 2026 bleibt der erfahrene Firmenlenker optimistisch, wie Plusvisionen heute auf der Bilanzpressekonferenz erfahren konnte.
Ein kräftiges Wachstum bei den Kundenzuflüssen war dafür verantwortlich, dass die Assets under Management im Jahr 2025 von 4,14 auf 4,97 Milliarden Euro gewachsen sind. Die Netto-Zuflüsse, also die tatsächliche Differenz von Zu- zu Abgängen, erreichten einen Wert von 470,0 Millionen Euro. Damit wurde der gute Vorjahreszuwachs von 352,4 Millionen Euro sogar nochmals klar überschritten. Das restliche Plus entstand durch Performance-Effekte, also in erster Linie durch Kursgewinne an den Kapitalmärkten.
Aber auch bei den Provisionsüberschüssen konnte die Privatbank glänzen. Dies war in erster Linie dem erhöhten Volumen in der Vermögensverwaltung geschuldet. Erfreulich entwickelte sich zudem das Zinsergebnis. Dies wiederum ist vor allem der Refinanzierung über Privatkunden geschuldet, die eine höhere Marge möglich machte.
Ein spannendes Thema bleibt in der aktuellen Zeit natürlich die Risikovorsorge, welche die Bank von 27,9 auf 43,1 Millionen Euro erhöhte. Firmenchef Lingel erwartet hier auch für 2026 eher eine weitere Erhöhung, was vor allem dem geopolitischen Umfeld geschuldet sei. Es sieht aber kein Problem, dies aus dem operativen Ergebnis zu erwirtschaften.
Dank dieser Entwicklungen war es der Merkur Privatbank möglich, das Teilbetriebsergebnis in 2025 um 27 Prozent auf 76,4 Millionen Euro zu verbessern. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit stieg trotz der erhöhten Risikovorsorge immerhin um 0,2 Prozent auf 29,6 Millionen Euro. Der Gewinn pro Aktie erreichte 1,62 Euro, nach 1,49 Euro im Jahr 2024.
Die Merkur Privatbank-Aktie (814820), die wir zuletzt im Oktober als aussichtsreichen Finanztitel bezeichneten [HIER klicken] musste im Zuge der geopolitischen Unsicherheiten (Iran-Krieg) zuletzt leichte Gewinnmitnahmen hinnehmen, nachdem der Titel in der Spitze bereits an die 20-Euro-Marke geklettert war.
Charttechnisch ist das Papier zwischen 17 und 18 Euro gut unterstützt. So könnte sich von dort eine neue Aufwärtsbewegung in Richtung der 20-Euro-Marke ausbilden kann. Dafür spricht auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis von zehn (auf Basis der Schätzungen für 2026). Die Aktie bleibt daher auch vor diesem Hintergrund ein langfristig aussichtsreiches Finanzinvestment.
Merkur Privatbank-Aktie (Tageschart): stabile Unterstützungszone



