Am vergangenen Freitag legte die Drägerwerk-Aktie rund zwölf Prozent zu und erreichte bei 89,70 Euro das höchste Niveau seit April 2020. Damals hatte Corona den Kurs nach oben getrieben. Diesmal waren es die ersten Prognosen für 2026 mit guten Vorab-Daten für 2025, die das Papier des Medizin- und Sicherheitstechnik-Experten antrieben. Am heutigen Montag kommt es allerdings zu etwas größere Gewinnmitnahmen, im Zusammenhang mit Donald Trump.
Schon im vergangenen April [HIER klicken] hatten wir Positives über Drägerwerk zu berichten. Damals war die Vorzugsaktie (555063) von Kursen um 45 Euro bis auf 67 Euro nach oben gesprungen. Trotzdem erkannten wir Fantasie, da die Bewertung attraktiv schien. Daran hat sich heute nichts verändert, wenngleich die Aktie aktuell um 85 Euro notiert.
Denn der Ausblick auf 2026 verspricht weiteres Wachstum. So kalkuliert der Vorstand aktuell mit einem Umsatzplus zwischen einem und fünf Prozent. Möglich ist dies da im Jahr 2025 Auftragseingänge von fast 3,6 Milliarden Euro erzielt worden waren. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll dabei fünf bis 7,5 Prozent des Umsatzes ausmachen.
Auch das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 lief besser als erwartet. Nach vorläufigen Zahlen erreichte der Umsatz knapp 3,5 Milliarden Euro, was einem Plus von 3,3 Prozent entspricht. Gleichzeitig erwartet der Vorstand aktuell ein Ebit von 226 bis 236 Millionen Euro, woraus sich eine Marge von mindestens 6,5 Prozent errechnet. Die finalen Zahlen folgen am 24. März.
Nachdem die Drägerwerk-Vorzüge seit Jahresbeginn rund 30 Prozent gewannen, verwundert es nicht, dass am heutigen Montag etwas größere Gewinnmitnahmen einsetzen. Diese entstehen natürlich auch vor dem Hintergrund der neuen US-Zoll-Unsicherheiten, die US-Präsident Donald Trump im Zusammenhang mit der Grönland-Situation hervorgerufen hat.
Fokussiert man sich allerdings bei der Drägerwerk-Vorzugsaktie auf die Fundamentaldaten, stellt man fest, dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der 2027er Schätzungen lediglich bei zwölf liegt. Hinzu kommt eine ansehnliche Dividenden-Rendite von 2,7 Prozent. Vor diesem Hintergrund können Langfristanleger weiterhin schwache Tage, wie wir sie wohl in dieser Woche erleben werden, zum Einstieg nutzen.
Im aktuell volatilen Marktumfeld kann aber auch ein Einstiegsversuch via Discount-Zertifikat sehr sinnvoll sein. Unser Favorit ist ein Rabattpapier (FD6R21) mit Cap bei 80 Euro und Bewertungstag am 18.12.2026. geht die Aktie dann über den Cap Niveau bei 80 Euro über die Ziellinie, erzählt der Anleger eine Maximalrendite von 6,5 Prozent oder sieben Prozent p. a. Rutscht die Vorzugsaktie hingegen unter den Cap-Level, tilgt der Emittent via Aktienlieferung. Der Einstandspreis liegt dann bei 75,11 Euro, was den aktuellen Zertifikatepreis entspricht. Der Rabatt gegenüber dem Direktinvestment erreicht knapp zwölf Prozent.
Drägerwerk-Aktie (Vorzüge, Tageschart): strammer Höhenflug



