Auch im dritten Quartal konnte Bilfinger überzeugen. Der Industriedienstleister profitierte von einer weiter steigenden Nachfrage aus der Pharma- sowie aus der Öl- und Gasindustrie. Bei der Prognose für das Gesamtjahr zeigt sich Vorstandschef Thomas Schulz prinzipiell optimistisch, wenn gleich eine Erhöhung der Jahresziele bei Umsatz und Ertrag noch ausblieb. Die Bilfinger-Aktie profitierte trotzdem.
Erst vor wenigen Tagen markierte die Bilfinger Aktie (590900) bei 104,40 Euro ein neues Rekordhoch. Möglich war dies, weil auch das dritte Quartal sehr gut lief. Der Industriedienstleister steigerte den Umsatz um rund acht Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Euro. Beim operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) ging es immerhin um sechs Prozent auf 81 Millionen Euro nach oben, wozu aber auch das bereits geraume Zeit laufende Sparprogramm maßgeblich beitrug.
Der Blick in die Zukunft ist auch deshalb positiv, weil die Auftragseingänge mit knapp 1,4 Milliarden Euro den Vorjahreswert nochmals leicht übertreffen konnten. Damit erhöht sich der Auftragsbestand per Ende September auf rund 4,4 Milliarden Euro.
Trotzdem erhöhte Vorstandschef Schulz die Prognose für das Gesamtjahr nicht. Er engte lediglich die Spannen ein und erwartet nun einen Umsatz zwischen 5,3 und 5,5 Millionen Euro, nachdem bislang die Bandbreite 5,1 bis 5,7 Milliarden Euro das Ziel war Bei der Ebita-Marge liegt die Guidance nun bei 5,4 bis 5,6 Prozent, nach 5,2 bis 5,8 Prozent.
Eine kleine Erhöhung gab es aber trotzdem: Das Ziel für den freien Cash-flow im Gesamtjahr lag bislang maximal bei 270 Millionen Euro, nun soll der Cashflow zwischen 300 und 360 Millionen Euro durchs Ziel gehen. Dies dürfte einer der Hauptgründe sein warum die Aktie weiter zulegen kann und aktuell sich exakt an der 100-Euro-Marke befindet. Denn mit dem steigenden freien Cash-flow könnte es auch zu einer Dividenden-Anhebung kommen, nachdem die Stammaktien für das vergangene Geschäftsjahr mit 2,40 Euro bedient worden war. Nun halten Experten durchaus Werte zwischen 2,60 und 2,70 Euro für realistisch. Daraus würde sich eine entsprechende Dividenden-Rendite von bis zu 2,8 Prozent ergeben.
Aber auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der 2026er Schätzungen von 15 lässt der Bilfinger-Aktie weiteren Kursspielraum. Daher bekräftigen wir unsere positive Einschätzung vom Mai [HIER klicken], als der Titel bei knapp 74 Euro notierte und wir damals schwache Tage am Gesamtmarkt als Kauftage für Anleger erkannt hatten – wie es auch jetzt der Fall ist.
Attraktive Konditionen bietet aber auch ein Discount-Zertifikat (LB6BBV) mit Cap bei 90 Euro und Bewertungstag am 18. September 2026. Die Fakten dazu: Geht die Aktie über dem Cap bei 90 Euro über die Ziellinie, erhält der Anleger 90 Euro ausbezahlt, woraus sich aktuell eine Maximalrendite von 9,4 Prozent (11,1 Prozent p.a.) ergibt. Verweilt der Basiswert am Laufzeitende unter der 90er-Marke, tilgt der Emittent via Aktienlieferung. Der Einstandskurs liegt dann bei 82,30 Euro, was dem aktuellen Zertifikate-Kurs entspricht.
Das im Mai 2025 [HIER klicken] vorgestellte Discount-Zertifikat (PC1699) mit Cap bei 75 Euro und Bewertungstag am 19. Dezember 2025 dürfte zum Maximalbetrag getilgt werden. Anleger können – mit Blick auf die Restrendite von 0,25 Prozent – Gewinne mitnehmen bzw. in das oben vorgestellte Produkt tauschen.
Bilfinger-Aktie (Tageschart): nahe am Rekordhoch



