Ein enttäuschendes zweites Quartal, Halbjahres-Zahlen, die unter den Erwartungen lagen und ein gesenkter Ausblick auf das Gesamtjahr haben die Fuchs Vorzugsaktie (A3E5D6) am Mittwoch (16. Juli) in der Spitze um rund 15 Prozent einbrechen lassen. Der Vorstand begründet dies mit der schwachen Konjunkturentwicklung, stellt aber auch fest, dass die US-Zoll-Diskussion zu einer gewissen Zurückhaltung bei den Kunden führt. Technisch ist der Titel nun angeschlagen.
Das sah eigentlich gut aus: Die Fuchs Vorzugsaktie bewegte sich in Richtung der 50-Euro-Marke. Das erste Quartal hatte dabei Hoffnungen geweckt [HIER klicken], die nun enttäuscht wurden. Denn nach vorläufigen Zahlen erzielte der Konzern im ersten Halbjahr lediglich einen Umsatz von 1,8 Milliarden Euro und lag damit nur knapp über dem Vorjahreswert von 1,764 Millionen Euro.
Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kam es gar zu einem Rückgang von 218 auf 209 Millionen Euro. Insbesondere das zweite Quartal enttäuschte: Hier lag das Ebit mit 101 Millionen Euro rund zehn Prozent unter dem Vorjahreswert und zudem klar unter dem Konsens der Analysten, der bei 112 Millionen Euro lag.
Das Fuchs Management hat sich daher nun entschieden, die Jahresprognose zu senken. So sollen Umsatz und Ebit nun lediglich auf dem Niveau des Vorjahres liegen, was einem Umsatz von 3,53 Milliarden Euro und einem Ebit von 434 Millionen Euro entsprechen würde. Die ursprüngliche Guidance sah einen Umsatz von 3,7 Milliarden Euro und ein Ebit von 460 Millionen Euro vor.
Technisch ist die Vorzugsaktie nun angeschlagen, da der Aufwärtstrend verlassen wurde. Allerdings könnte sich die technische Unterstützung im Bereich der 40-Euro-Marke nun als robust erweisen. Dazu passt allerdings nicht, dass der Titel fundamental mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17 (auf Basis gesenkter Gewinnprognosen) bewertet ist. Daher warten Anleger vor dem Einstig in die Aktie zunächst eine Beruhigung bei der Kursentwicklung ab.
Im Depot bleiben darf aber das Anfang Mai [HIER klicken] vorgestellte Discount-Zertifikat (SJ2VAM) mit Cap bei 45,00 Euro und Laufzeit bis Dezember 2025, welches wir bei 40,76 Euro vorgestellt hatten. Aktuell bringt der Discounter eine Maximalrendite von 10,2 Prozent (22,8 Prozent p. a.), wenn die Aktie über dem Cap bei 45,00 Euro über die Ziellinie geht. Verweilt der Basiswert am Laufzeitende unter der 45er-Marke, tilgt der Emittent via Aktienlieferung.
Der Einstandskurs liegt nun bei 40,82 Euro, was dem aktuellen Zertifikate-Kurs entspricht. Der aktuelle Kurs zeigt zudem, dass Anleger, die im Mai kauften, sogar noch minimal im Plus liegen. Wieder einmal zeigt sich also, dass ein Investment via Discount-Zertifikat eine sinnvolle Alternative zum Direktkauf des Basiswerts ist.
Fuchs-Aktie (Vorzüge, Tageschart): Unterstützung bei 40 Euro



