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Interview

Interview Wolfgang Trier – Softing // Vor Gewinnsprung in 2026

Thomas Schumm17. Dezember 2025aktualisiert:17. Dezember 20259 Min.0
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Softing Wolfgang Trier

Time is Money // Schnell ein paar Fragen an Wolfgang Trier, Vorstandschef bei Softing (517800). Dabei geht es um den positiven Ausblick auf 2026, „höchst interessante Neukunden“ im Segment Automotive, eine weitere Skalierung im Software-Bereich und die Steigerung der wiederkehrenden Erlöse als eines der strategischen Ziele. Die starken Auftragseingänge untermauern die Ziele für 2026.

Herr Trier, es gibt Redebedarf: Die Kursentwicklung der Softing-Aktie ist langfristig alles andere als erfreulich, was auch die schwache Geschäftsentwicklung widerspiegelt. Jüngst gab es etwas Schwung, nach einem recht positiven Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026. Was macht Sie optimistisch?
Wolfgang Trier: Die Industrieautomation ist traditionell für Softing das größte und wichtigste Marktsegment. Nach den jüngsten Zahlen des VDMA befinden wir uns 2025 im dritten Jahr in Folge, in dem dieser Markt negatives Wachstum aufzeigt. Für das laufende Jahr rechnet man mit einer Schrumpfung des Marktes in einer Größenordnung von sechs bis sieben Prozent. Die Prognose für das Jahr 2026 lautet auf plus zwei bis plus drei Prozent. Das ist immer noch mager, indiziert aber erstmals eine klare Trendumkehr. Dies wird unterlegt mit starken Auftragseingängen in den ersten drei Quartalen sowie einem erstmals wieder deutlich positiveren Sentiment in Europa und Nordamerika auf den beiden Leitmessen im November.

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Softing bei einem Umsatz in der Größenordnung von 85 bis 90 Millionen Euro eine Steigerung des Betriebsgewinns – operatives Ebit – gegenüber dem Geschäftsjahr 2025 auf dann rund 3,5 bis 4,5 Millionen Euro. Wie belastbar ist diese Prognose, schließlich mussten Sie sowohl 2024 als auch 2025 ihre ursprünglichen Ziele nach unten korrigieren?
Keine Frage, die Jahre 2024 und 2025 hatten in allen Märkten eine Dynamik, die auch für Softing extrem herausfordernd war. Dennoch und auch aufgrund des daraus resultierenden Basiseffekts erwarten wir sowohl in Europa als auch in Nordamerika im Geschäftsjahr 2026 ein deutlich zweistelliges Umsatzwachstum im Segment Industrial – inklusive einer überproportionalen Steigerung des operativen Ebit. Die starken Auftragseingänge untermauern dies mit Fakten.

Softing Automotive kommt ausgesprochen erfolgreich durch eine Periode, in der einige Automotive-Lieferanten die halbe Belegschaft abbauen mussten. Mehrjährige Großprojekte trugen uns dabei durch das laufende Jahr. Das Geschäft im kommenden Jahr wird von software-basierten Produkten dominiert werden, die sowohl bei Bestandskunden als auch bei höchst interessanten Neukunden zum Einsatz kommen werden. Damit werden wir nicht nur die Abhängigkeit von Pkw-Herstellern reduzieren, sondern auch die Margen im Produktmix signifikant verbessern. Wir sehen daher für das Jahr 2026 im Segment Automotive aufgrund der Projektdynamik einen leichten Rückgang im Umsatz, den wir aber aufgrund der Verbesserung in den Margen im Ertrag vollständig kompensieren werden.

Zeitgleich werden bisherige Verlustbringer aus einer Kombination strikter Kostenmaßnahmen und eines noch moderat angesetzten Wachstums mit Neuprodukten cash-positiv werden. Diese Effekte addieren sich und ergeben unsere Guidance für das nächste Geschäftsjahr, die wir für sehr belastbar halten.

Kommen wir auf das laufende Geschäftsjahr zu sprechen: Zuletzt – am 12. November – haben Sie für das Jahr 2025 einen Jahresumsatz im Bereich von 90 Millionen Euro und ein operatives Ebit von 1,0 bis 1,5 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Wenige Wochen zuvor, am 29. September, waren es 85 bis 90 Millionen Euro Umsatz bei einem operativen Ebit zwischen minus 0,5 und plus 0,5 Millionen Euro. Wie kam es zu dieser signifikanten Abweichung in kurzer Zeit?
Sowohl im Segment Industrial wie auch bei Automotive liegen Angebote für Software-Lizenzen über einen gut siebenstelligen Betrag vor. Seit Oktober geht es hin und her, ob die Kunden diese noch in 2025 oder erst Anfang 2026 abrufen werden. Dies allein macht den gesamten Unterschied im operativen Ebit aus. Leider können wir Ihnen auch heute noch nicht sagen, welche der beiden Optionen final zum Tragen kommt. Auf der Habenseite verbuchen wir, dass es dieses Geschäft geben wird, da der Kunde diese Produkte für sein Geschäft zwingend benötigt.

Woran lag es, dass in den ersten neun Monaten 2025 die Auftragseingänge von 48,8 auf 55,7 Millionen Euro stiegen, aber die Umsatzerlöse von 69,8 auf 66,3 Millionen Euro fielen?
Das erscheint widersprüchlich, ist aber leicht zu erklären. Die Bereitschaft zu Investitionen im Industriesektor war im laufenden Jahr sehr niedrig. Bereits avisierte Lieferungen wurden kurzfristig auf 2026 verschoben, wenige wurden auch komplett storniert. Für die Industrieautomation war dies fraglos eines der herausforderndsten Jahre.

Glücklicherweise sind die Auftragseingänge nun gegenläufig zum Umsatz und zeigen einen Umschwung an. Sie betreffen fast durchgängig das Jahr 2026. Daher konnten bzw. können wir im laufenden Jahr im Umsatz kaum profitieren, werden dafür aber im nächsten Jahr die daraus resultierenden positiven Impulse sehen.

Auffällig ist auch der Ebit-Rückgang in den ersten neun Monaten von minus 1,7 auf minus 3,2 Millionen Euro. Was hat hier besonders belastet und wann könnten diese Belastungsfaktoren wegfallen?
In den vergangenen beiden Jahren haben wir umfassende Entwicklungen für Neuprodukte durchgeführt. Zum einen liegt das an der im Jahr 2024 abgeschlossene Entwicklung der Hard- und Software zur Bedatung von Fahrzeugen in der Produktion für einen deutschen Premiumhersteller. Dies legte die Basis für ein Geschäft von rund 15 Millionen Euro über die gesamte Produktlebensdauer.

Zum anderen wird eine komplett neue Version unseres Diagnose-Softwaretools entwickelt, die ab dem Jahr 2027 das Vorgängerprodukt bei unseren Kunden ersetzen wird. Das Tool steht jährlich für mehr als fünf Millionen Euro reinen Softwareumsatz. Gleichzeitig wurden im Segment IT Networks Mitte des Jahres die Hauptarbeiten für den WireXpert MP, das neue Flaggschiff der Kabelzertifizierer, abgeschlossen.

Neuentwicklungen dieses Umfangs müssen aktiviert werden. Die im laufenden Jahr dominierenden Pflegearbeiten hingegen gehen direkt in den Aufwand. Somit dominieren bei deutlich geringeren Aktivierungen im laufenden Jahr die turnusmäßigen Abschreibungen für die Aktivierungen der Vorjahre und die direkt in den Aufwand eingehende Produktpflege. Das wird in den nächsten beiden Jahren das Ebit noch belasten, während das operative Ebit und die damit verbundene Cash-Generierung deutlich stärker ausfallen wird. Trotz dieser Belastung gehen wir ab dem kommenden Jahr auch auf Basis des Ebit von einer Rückkehr in die Gewinnzone aus.

Bei einer Bilanzsumme von knapp 100 Millionen Euro finden sich in der Aktiva Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 10,5 Millionen Euro und „übrige immaterielle Vermögenswerte“ von 31,5 Millionen Euro. Was verbirgt sich dahinter und droht hier vielleicht Abschreibungsbedarf?
Dahinter stehen die bereits genannten aktivierten Eigenleistungen sowie die Auswirkungen der Purchase-Price-Allocation, also dem Restwert der Unternehmenskäufe wie OLDI (USA) und Delta Logic Anfang des Jahres. Diese Vermögenswerte werden jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment Test) unterzogen. Der Vorstand sieht derzeit keinen Korrekturbedarf.

Im Bericht zum dritten Quartal 2025 schreiben Sie, dass dem Softing-Konzern zum 30. September 2025 liquide Mittel von 5,9 Millionen Euro, kurzfristige Forderungen und Vertragsvermögenswerte von 14,6 Millionen Euro und vereinbarte, aber noch nicht genutzte Kreditlinien von rund 7,2 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Somit verfüge der Konzern über kurzfristig verfügbare liquiditätsnahe Mittel von bis zu 27,7 Millionen Euro. Sehen Sie sich ausreichend flüssig, auch wenn Sie die Forderungen herausrechnen und die kurzfristigen Schulden in Höhe von rund 28 Millionen Euro berücksichtigen?
Wir sehen unsere Liquidität als absolut gesichert an. Auch ist es überhaupt nicht nachvollziehbar, Forderungen herausrechnen zu wollen. In den vergangenen 20 Jahren waren die Forderungen äußerst stabil. Es gab keine für das Zahlenwerk der Softing auch nur annährend relevanten Berichtigungen auf Forderungen. Trotz zunehmend schwierigeren Zeiten auch für unsere Kunden sehen wir nicht, warum sich das ändern sollte. Die Zahlungsziele mögen in einzelnen Fällen kundenseitig über das vereinbarte Maß strapaziert worden sein, gezahlt wurde letztlich aber nahezu immer.

Beachtlich ist in der Bilanz auch der Posten Vorräte mit 23,4 Millionen Euro. Sehe Sie hier Optimierungsbedarf oder welchem Umstand ist dieser Betrag geschuldet?
Die Vorräte sind bei uns wie in vielen anderen Unternehmen auch nach Covid deutlich über das vernünftige Maß hinausgeschossen. Während und kurz nach 2020 sind die Lieferketten gerissen. Alle drei Segmente bei Softing konnten zeitweise keine Produkte ausliefern, gleichzeitig stieg bedingt durch die verlängerten Lieferzeiten der Auftragsbestand auf bis dato ungekannte Höhen an. In gleicher Weise wie auch viele unserer Kunden haben wir damals deutlich zu viel Material geordert und auf das Lager genommen.

Bereits im laufenden Jahr haben wir den Lagerbestand abgeschmolzen. Im kommenden Jahr wollen wir die Vorräte auf etwa 20 Millionen Euro reduzieren. Die Differenz zum heutigen Bestand wandelt sich unmittelbar zu Cash.

Software wird immer wichtiger in Fahrzeugen. Sehen Sie Softing gut positioniert?
Moderne Fahrzeuge werden zunehmend durch Software geprägt. Daher auch der in der Branche bekannte Begriff des „SdV“ für „Software defined Vehicle“. Das schlägt auch auf die Fahrzeugdiagnose durch, dem strategischen Kernthema von Softing Automotive Electronics. Hier sind wir mit unserem Diagnosebaukasten „TDX“ und dem Diagnosewerkzeug „DTS“, beides reine Softwarelösungen, sehr gut vertreten. Unser Ziel ist, die Umsätze mit Software in der Automotive innerhalb der nächsten zwei Jahre auf mehr als zehn Millionen Euro jährlich zu steigern. Mit den heute schon bekannten neuen Kunden sollten wir hierzu schon in 2026 einen großen weiteren Schritt realisieren.

Ist hier bei Softing mit höheren oder steigenden wiederkehrenden Umsätzen zu rechnen?
Die Steigerung der wiederkehrenden Erlöse ist eines unserer strategischen Ziele. Während im Automobilbereich heute schon mehr als die Hälfte der Software-Umsätze wiederkehrende Elemente wie Wartungsverträge oder Update-Garantien beinhalten, haben im Bereich Industrial noch zu viele unserer Softwareverkäufe den Charakter von Einzelverkäufen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, mehrere Millionen Euro Softwareumsätze mit wiederkehrenden Elementen zu versehen.

Wie sehen Sie die Margenentwicklung in diesem Bereich?
Bei Software skalieren die Umsätze beliebig, während der inkrementelle Aufwand vernachlässigbar ist. Es ist aber auch ein hoher Aufwand, passende Anwendungen zu identifizieren und Softwareprodukte mit hohem Kundennutzen zu schaffen. Das haben wir in der Vergangenheit geleistet. Wir haben alle Voraussetzungen vorliegen, dieses Potenzial jetzt zu heben.

Softing notiert aktuell bei einem Börsenwert von knapp 30 Millionen Euro, bei einem Eigenkapital von 48,3 Millionen Euro, den schon erwähnten liquiden Mitteln und der Bilanzsumme von rund 100 Millionen Euro. Wie wollen Sie Softing für Anleger wieder attraktiver machen?
Das Umsetzung des Budgets für das Jahr 2026 wird zeigen, dass wir die letzten Kostgänger im Konzern wieder cash-positiv aufstellen. Zusammen mit dem Wachstum im Segment Industrial werden wir das Wiedererlangen unserer Ertragskraft nachweisen. Ich bin sicher, dass der Kapitalmarkt dies wahrnehmen wird. Das Analysten-Kursziel von 5,25 Euro zeigt, dass die Softing-Aktie auf aktuellem Niveau deutlich unterbewertet ist.

Herr Trier, vielen Dank für das Interview!

Bildquelle: Softing

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