Der Nachrichtenfluss bei Suss Micro Tec war in jüngster Zeit durchaus vielversprechend: Ende Oktober meldete der Anbieter von Anlagen und Prozesslösungen für die Halbleiterindustrie die Eröffnung des neuen Produktionsstandorts in Zhubei, Taiwan. Am neuen Standort kann sich die Fertigungskapazität unter Reinraumbedingungen in Taiwan auf 6.300 Quadratmeter verdoppeln. Insgesamt verfügt Suss Zhubei über eine Innenfläche von rund 18.000 Quadratmetern und bietet derzeit mehr als 400 Suss-Mitarbeitern Platz.
Anfang November sprach Suss dann, mit Veröffentlichung der Quartalszahlen, von einer erwarteten deutlichen Belebung der Auftragseingänge im vierten Quartal. Im dritten Quartal war dieser mit 70 Millionen Euro (Vorjahr: 84 Millionen Euro) eher verhalten.
Der Umsatz erreichte im dritten Quartal 118,0 Millionen Euro und lag damit 15,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Nach neun Monaten verbesserte er sich um 30,2 Prozent auf 384,4 Millionen Euro. Das Bruttoergebnis stieg im bisherigen Jahresverlauf infolge des höheren Umsatzvolumens auf 137,9 Millionen Euro (Vorjahr: 116,8 Millionen Euro). Die Betriebsgewinn-Marge (Ebit) betrug im dritten Quartal 10,5 Prozent (Vorjahr: 16,9 Prozent) und nach neun Monaten insgesamt 14,1 (16,1) Prozent. Für das Gesamtjahr 2025 plant Suss einen Umsatz von 470 bis 510 Millionen Euro und eine Ebit-Marge zwischen elf und 13 Prozent.
Mitte November gab Suss auf seinem Capital Markets Day seine ambitionierte Planung für die kommenden Jahre bekannt: Danach will Suss stärker als die Halbleiterindustrie wachsen. Bis 2030 sei ein Konzernumsatz von 750 bis 900 Millionen Euro vorgesehen, was einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum (CAGR) von neun bis 13 Prozent entspricht, während der Halbleitermarkt, laut Experten, im Schnitt sieben Prozent pro Jahr zulegen soll. Die Ebit–Marge soll (bis 2030) ein stattliches Niveau von 20 bis 22 Prozent erreichen, bei gleichzeitig steigenden Ausgaben für Forschung und Entwicklung.
An der Börse kam insbesondere diese Nachricht gut an: Der Kurs der Suss–Aktie legt bis auf knapp 39 Euro zu (rund elf Prozent plus). Spannend: Dabei wurde die 200-Tage-Durchschnittslinie und der seit Oktober 2024 bestehende Abwärtstrend überwunden (siehe auch Tageschart unten). Die nächste Barriere ist nun die Widerstandszone bei 40 Euro.
Sollten sich die beiden Signale – 200-Tage-Linie und Abwärtstrend – bestätigen, dann wäre das ein deutlicher Hinweis auf weiter steigende Kurse bei der Suss-Aktie. Stoppkurs könnte im Bereich von 27 Euro gesetzt werden.
Suss Micro Tec-Aktie (Tageschart): hoffnungsvolles Signal



