In den Bereich um 85 Euro war die Fraport-Aktie in diesem Jahr bereits vorgerückt. Der Iran-Krieg und dessen Auswirkungen auf die Öl-Märkte und den internationalen Flugverkehr sorgten allerdings für eine kräftige Korrektur bis an die 70-Euro-Marke. Frische Geschäftszahlen konnten am heutigen Dienstag die Fraport-Aktie (577330) aber wieder etwas beleben.
Ordentlich waren die Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr 2025. Dabei lag der Umsatz mit rund 4,4 Milliarden Euro quasi auf Vorjahresniveau. Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebiotda) stieg sogar um 10,4 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Dabei erreichte das Team um Fraport-Chef Stefan Schulte die Analystenerwartungen.
Für das nun laufende Geschäftsjahr strebt der Vorstandsvorsitzende einen Ebitda-Anstieg auf bis zu 1,5 Milliarden Euro an. Sollte dieses obere Ziel der Guidance tatsächlich erreicht werden, wäre dies mehr als die Analysten zuvor prognostiziert hatten. Dazu soll beitragen, dass die Zahl der Passagiere im laufenden Jahr auf 65 bis 66 Millionen steigt.
Dabei werden noch immer weniger als vor der Corona-Krise befördert als das Rekordaufkommen von 70,6 Millionen Passagieren erreicht worden war. Das vergangene Jahr nutzten immerhin 63,2 Millionen Fluggäste den von Fraport bedingten Frankfurter Flughafen. Zu der positiven Gewinnentwicklung sollen im laufenden Jahr aber auch die ausländischen Flughäfen-Töchter beitragen.
Doch zunächst dürfen sich Anleger auf eine Dividende nach der Hauptversammlung am 12. Mai 2026 freuen, die erstmals seit der Pandemie wieder ausbezahlt wird. Für 2025 sollen ein Euro pro Aktie an die Anteilseigner gehen. Daraus würde sich aktuell immerhin eine Dividenden-Rendite von 1,4 Prozent errechnen.
Mit Blick auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17 auf Basis der Schätzungen für 2027 sehen wir den Wert aktuell allerdings als gut bezahlt an. Denn immer wieder können Streiks, aber auch die zunehmenden geopolitischen Risiken den Flugverkehr massiv beeinträchtigen. Direktengagement bleiben daher echten Langfristanlegen vorbehalten.
Das bereits im August [HIER klicken] vorgestellte Discount-Zertifikat (FA5AME), welches im Juni 2026 ausläuft, darf weiter im Depot bleiben. Sofern die Aktie dann das Cap-Niveau an der 70-Euro-Marke behaupten kann, erzielt der Anleger aktuell noch eine Maximalrendite von 4,3 Prozent oderhochgerechneten 15,1 Prozent p. a. Sollte der Titel unter dem Cap-Level durchs Ziel gehen, tilgt der Emittent via Aktienlieferung.
Sogar weiter kaufenswert ist das im Oktober [HIER klicken] vorgestellte Discount-Zertifikat (FA8ZSA) mit Cap bei 75 Euro, ebenfalls mit Laufzeit Juni 2026. Hier ist aktuell eine Maximalrenditevon 6,7 Prozent oder 24,3 Prozent p. a. möglich, wenn das Cap-Niveau am Laufzeitende gehalten werden kann. Sonst tilgt der Emittent via Aktienlieferung. Der Einstandskurs läge dann bei 70,25 Euro, was einem Rabatt von mehr als sieben Prozent entspräche.
Fraport-Aktie (Tageschart): unterstützt bei 70 Euro



