Zumindest eine Stabilisierung. Nach dem Absturz der Software-Aktien wie Servicenow, SAP oder Nemetschek zeichnete sich zuletzt eine (leichte) Gegenbewegung ab. Gut möglich, dass die Börse mögliche Risiken für die Geschäftsmodelle der Software-Unternehmen durch Anwendungen der künstlichen Intelligenz (KI) für ausreichend genug berücksichtigt sieht. Kürzlich hat Plusvisionen auch über Bechtle [HIER] berichtet, das zwar keine Software-Firma, aber doch im Umfeld tätig.
Die Aktie von Nemetschek war im Bereich der Unterstützungslinie von 55 Euro angekommen und hat dort, nach dem Absturz von 138 Euro, nach oben gedreht. Um von einer Trendwende bei der einst gefeierten Aktie des Bau-Software-Herstellers zu sprechen ist es noch zu früh, schließlich ist der Abwärtstrend noch intakt, aber es macht doch einen Funken Hoffnung.
Immerhin steigerte Nemetschek im vergangenen Jahr den Umsatz um 22,6 Prozent auf 1.191,2 Millionen Euro und erreichte eine operative Marge (Ebitda-Marge) von 31,3 Prozent. Für das Geschäftsjahr 2026 geht der Vorstand von einem organischen währungsbereinigten Umsatzwachstum in einer Bandbreite von 14 bis 15 Prozent und einer Ebitda-Marge zwischen 32 und 33 Prozent aus. erwartet – bei gleichzeitig weiterhin hohen Investitionen (auch in KI) in den Ausbau des Geschäfts und in kundenorientierte Innovationen.

Auch die Baisse bei dem US-Wert Servicenow könnte im Bereich der Unterstützungslinie bei 88 Dollar auslaufen. Auch bei Servicenow sah die Börse zuletzt mehr KI-Risiken als Chancen, wie zuvor als das Software-Unternehmen noch als KI-Gewinner gepriesen wurde, nicht zu unrecht, da Servicenow viel in KI investiert. Nach Kursverlusten von rund 65 Prozent scheint auch dieser Wert reif für eine – ausgeprägtere – Kurserholung.

Die deutsche SAP-Aktie [Plusvisionen hatte zuletzt HIER berichtet] ist, nach Verlusten von um die 50 Prozent, auf einem robusten Unterstützungsniveau angekommen. Die jüngste Chart-Formation, Flagge bei 170 Euro, ist vollendet. Auch hier gilt aber: Der Abwärtstrend ist noch intakt, was bei einem jetzigen Einstieg höhere Risiken bedeutet. Fundamental ist SAP noch immer eine Cash-Maschine: Der freie Cash-flow soll 2026 rund zehn Milliarden Euro betragen, nach 8,2 Milliarden Euro im vergangenen Jahr.

Es könnte sich aktuell lohnen die geprügelten Software–Aktie wieder genauer anzusehen, ob sich die ersten zaghaften Chart–Signale bestätigen.


