Bei der Verbio-Aktie hat sich seit Herbst 2025 ein beeindruckender Aufwärtstrend entwickelt. Das Papier des Bio-Sprit-Produzenten scheint auch willens diesen fortsetzen zu wollen. Erst jüngst wurden die charttechnischen Widerstandsmarken bei rund 23 und rund 32 Euro überwunden und die Aufwärtsdynamik hat sich noch einmal beschleunigt.
Eine Triebfeder für den jüngsten Anstieg waren sicherlich auch die Pläne der Bundesregierung für das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) – vulgo: Heizungsgesetz – wonach auch „Grüngas- und Grünheizöl“ als Brennstoffe erlaubt werden könnten, sicher ist das noch nicht, da auch das Gesetz noch nicht verabschiedet ist. Für Verbio könnte das neue Marktchancen bedeuten, wie es aus dem Unternehmen heißt.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 produzierte Verbio insgesamt 618.023 Tonnen Biodiesel und Bioethanol und übertraf damit den Vorjahreswert von 600.425 Tonnen. Der Anstieg der Produktionsmengen ist auf den erfolgreichen Hochlauf der kombinierten Bioethanol- und Biomethananlage in Nevada und höhere Produktionsverfügbarkeiten in der Bioethanol-Anlage in South Bend zurückzuführen. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 wurden darüber hinaus 672.296 MWh Biomethan produziert (H1 2024/25: 559.685 Mwh).
Bei insgesamt höheren Produktions- und Absatzvolumen konnte auch der Konzernumsatz auf 893,7 Millionen Euro (H1 2024/25: 751,6 Millionen Euro) gesteigert werden. Der operative Gewinn (Ebitda) lag bei 45,5 Millionen Euro und damit deutlich über dem Ebitda des Vorjahreszeitraumes als 14,3 Millionen Euro erreicht wurden. Das Periodenergebnis war mit 700.000 Euro knapp negativ, nach einem Minus von 26,4 Millionen Euro.
Für das Geschäftsjahr 2025/26 erwartet Verbio ein Ebitda im hohen zweistelligen Millionenbereich, deutlich über dem Vorjahreswert (oberes Ende der Prognose).
Die nächste technische Barriere liegt im Bereich von 44/45 Euro. Bis dahin könnte die Aktie noch gut laufen, auch wenn der Abstand zur 200-Tage-Linie schon etwas große geworden ist.
Biokraftstoffe dürften weiter an Bedeutung gewinnen, allein, weil sie im eigenen Land produziert werden können. Mit steigenden Nachfragemengen und Preisen sollten sich auch die Margen verbessern. Die Aktie sollte das grundsätzlich weiter beflügeln. Individuelle Stoppkurse erscheinen bei diesem schwankungsfreudigen Wert ratsam.
Verbio-Aktie (Tageschart): sauberer Aufwärtstrend



