Seit dem Börsengang am 14. Mai 2025 hat sich die Aktie von Pfisterer hervorragend entwickelt. Das Papier kam zu einem Angebotspreis von 27,00 Euro auf das Parkett und notiert aktuell bei 61,80 Euro, zeitweise waren es mehr als 70,00 Euro. Das kann getrost als gelungener Start am Aktienmarkt bezeichnet werden. Sollten Anleger die derzeitige Konsolidierungsphase als Einstieg nutzen?
Charttechnisch gab es am vergangenen Freitag (12. September) im Kerzen-Chart einen Hammer bei der Unterstützungszone knapp unterhalb der Marke von 60,00 Euro, der durch das – voraussichtliche – heutige (15. September) Plus als positives Signal bestätigt werden könnte (siehe auch Tageschart unten). Wichtig wäre aus technischer Sicht in den kommenden Tagen ein weiterer Anstieg über den Bereich bei 62,00 Euro hinweg.
Wie sähe es mit einer fundamentalen Rechtfertigung für die Fortsetzung des Aufwärtstrends aus? Inzwischen ist das Unternehmen, das Technik für das Isolieren und Verbinden elektrischer Leiter an Schnittstellen in Stromnetzen, von der Erzeugung und der Übertragung bis zur Verteilung, herstellt mit 1.116,5 Millionen Euro an der Börse bewertet.
Im ersten Halbjahr 2025 kletterte der Umsatz um 9,5 Prozent auf 213,6 Millionen Euro. Der bereinigte operative Gewinn (adjustiertes Ebitda) verbesserte sich dadurch um 13,2 Prozent auf 39,5 Millionen Euro und das Periodenergebnis um 33,1 Prozent auf 21,8 Millionen Euro.
Sehr erfreulich entwickelte sich auch der Auftragseingang mit einem Zuwachs von 44,7 Prozent auf 290,8 Millionen Euro, wodurch der Auftragsbestand Ende Juni 312,5 Millionen Euro betrug, was einen Aufschlag von 57,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr darstellt.
Der Pfisterer-Vorstand blickt weiter optimistisch in die Zukunft und investiert: etwa in die Übernahme von Power CSL, einem Spezialisten für Offshore-Seekabel-Lösungen, in die Erweiterung des tschechischen Standorts oder in ein neues HVDC–Labor (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung – High-Voltage-Direct-Current). Aber reicht das für einen weiteren Kursanstieg?
Bei Pfisterer scheint die Börse weniger auf die Bewertung zu blicken, die optisch mit einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2025 von um die 25 und einem gut zweifachen Umsatz–Multiple recht hoch ist, als mehr auf die mehr auf die Fantasie des Stromnetz-Werk-Ausrüsters, die durch Infrastruktur-Erneuerung, „Energiewende“ und den Bedarf an Rechenzentren, aufgrund der künstlichen Intelligenz, zweifellos blüht. Das Momentum und der Markt sprechen für die Pfisterer–Aktie [zuletzt hatten wir HIER über Pfisterer berichtet].
Pfisterer-Aktie (Tageschart): Konsolidierung im Aufwärtstrend



