Bei Drägerwerk läuft das Geschäft weiter sehr gut. Dies zeigen die Geschäftszahlen für das zweite Quartal, die der Konzern am gestrigen Dienstag vorab veröffentlicht hat. Dabei konnte die Gesellschaft sowohl den Umsatz als auch das operative Ergebnis klar steigern. Zudem erhöhte das Management die Jahresprognose für die operative Marge leicht. Die Vorzugsaktie profitiert auch am heutigen Mittwoch.
So konnte die Drägerwerk-Vorzugsaktie (555063) wieder das Niveau erreichen, welches der Titel bei unserer jüngsten Besprechung im Januar [HIER klicken] – nach dem damaligen Freudensprung – bereits erreicht hatte. Zwischenzeitlich war das Papier des Medizin- und Sicherheitstechnik-Konzerns allerdings schon bis an die 100-Euro-Marke geklettert. Exakt bei 99,40 Euro war das Zwischenhoch erreicht. Anschließend ging es bis an die technische Unterstützung bei 80,00 Euro nach unten, die erst vor wenigen Tagen getestet worden war.
Möglich war die gestrige Kurserholung, weil der Konzern im zweiten Quartal den Umsatz währungsbereinigt um 8,5 Prozent steigerte. Dabei verzeichnete sowohl die Medizintechnik als auch die Sicherheitstechnik ein dynamisches Wachstum. Als Folge stieg das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 20 Millionen Euro im Vorjahr auf nun 46 Millionen Euro. Die entsprechende Ebit-Marge sprang von 2,6 Prozent auf 5,4 Prozent.
Beim Blick auf das Gesamtjahr bestätigte die Verwaltung das Ziel eines Umsatzanstiegs von zwei bis sechs Prozent. Da die Nachfrage unverändert anhält und zudem weitere Zollrückzahlungen zu erwarten sind, erhöhte der Vorstand das untere Ende der Ebit-Prognosespanne. So soll die Marge nun mindestens 5,5 Prozent erreichen, nachdem bislang lediglich ein Minimum von fünf Prozent in Aussicht gestellt worden war. Im positiven Fall hält die Verwaltung allerdings weiterhin eine Ebit-Marge von 7,5 Prozent für möglich.
Mit Blick auf die Fundamentalbewertung bleiben wir für den Titel, analog zur Einschätzung vom Januar [HIER klicken], zuversichtlich. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund zehn, auf Basis der Schätzungen für 2027, ist der Wert preiswert. Hinzu kommt eine Dividenden-Rendite von rund drei Prozent, die das Papier nach unten gut absichert.
Das im Januar [HIER klicken] empfohlene Discount-Zertifikat (FD6R21) mit Cap bei 80,00 Euro und Bewertungstag am 18. Dezember 2026 darf im Depot bleiben. Hier winkt noch eine Restrendite von 5,7 Prozent oder hochgerechneten 12,5 Prozent p.a. Da aber der Emittent für dieses Papier nur noch Rücknahme-Preise stellt, ist ein Kauf nicht mehr möglich.
Kaufbar und kaufenswert ist aber ein Discount-Zertifikat (DU8R7Z) mit Cap bei 80,00 Euro und Bewertungstag am 19. März 2027. Geht die Aktie dann über den Cap Niveau bei 80,00 Euro über die Ziellinie, erzielt der Anleger eine Maximalrendite von 9,3 Prozent oder 13,3 Prozent p. a. Rutscht die Vorzugsaktie hingegen unter den Cap-Level, tilgt der Emittent via Aktienlieferung. Der Einstandspreis liegt dann bei 73,53 Euro, was den aktuellen Zertifikatepreis entspricht. Der Rabatt gegenüber dem Direktinvestment erreicht 15,5 Prozent.
Drägerwerk-Aktie (Vorzüge, Tageschart): gut unterstützt bei 80,00 Euro




