Unterhaching

Unterhaching-Aktie // Wiederaufstieg mit dem Nachwuchs

Von • 15. Juli 2021 • Anlagevisionen, Feature, PlusvisionenComments (0)715

Gleich vorweg: Fußball-Aktien, wie die der Spielvereinigung Unterhaching, bleiben, ungeachtet der wirtschaftlichen Ambitionen der jeweiligen Clubs, immer auch Fan-Artikel, dessen sollten sich Investoren bewusst sein, schließlich geht es um Emotionen, um Sieg und Niederlage und vielleicht, bestimmt sogar, um Treue und Verbundenheit zu einem Verein.

In der DNA von Manfred Schwabl, dem Präsidenten der Spielvereinigung Unterhaching, ist das fest verankert: Auf einer m:access-Präsentation der Börse München heute spricht er von seinem Lebenswerk. Er werde wohl – beruflich – nichts mehr tun als Unterhaching und die Aktie wieder nach vorne beziehungsweise nach oben zu bringen.

Als Fans dürfte Schwabl derzeit ein wenig das Herz bluten, einmal beim Blick auf die Spielkasse und beim Studium des Kurses. Vor zwei Jahren notierte die Unterhaching-Aktie noch bei knapp 15,00 Euro, im Mai waren es nur noch 3,60 Euro, inzwischen hat sich das Kicker-Papier wieder auf 6,00 Euro erholt, immerhin.

Da wird sehr viel Zukunft und Zuversicht in das Gespür und die Fähigkeiten von Schwabl und dem neuen Cheftrainer Sandro Wagner (vielen nach der EM sicherlich als kompetenter und dezidierter Co-Moderator aus dem TV bekannt) gehandelt, denn Unterhaching ist in der Spielkasse 20/21 aus der dritten Liga in die Regionalliga Bayern abgestiegen. Und klar, der direkte Wiederaufstieg ist das Ziel, aber auch das will erreicht sein.

Das und vor allem Corona schlägt sich auch wirtschaftlich nieder. Am Geschäftsjahresende 2020 (31. Dezember) stand ein Konzernbilanzverlust von 9,07 Millionen Euro in den Büchern (finanzielles Geschäftsjahr zum 30. Juni 2020: minus 5,8 Millionen Euro) . Im kommenden Jahr dürfte das spürbar besser ausfallen, da dann Transfererlöse aus dem Verkauf junger Talente wie von Karim Adeyemi und Nico Mantl an den Champions-League-Teilnehmer RB Salzburg gebucht sind.

Die Nachwuchsförderung bleibt ein ökonomisches Kernelement von Unterhaching. Deshalb soll der Aufbau junger Talente auch ein noch stärkeres Gewicht erhalten. Die Nutzung (Vermietung) des (renovierten) Stadions könnte weitere Einnahmen generieren, sofern das Corona beziehungsweise die Corona-Regeln zulassen.

Für Anhänger stellt die Aktie der SpVgg Unterhaching, mit dem Konzept eines Nachwuchsleistungszentrums, eine Bereicherung und/oder Diversifizierung für ein Depot dar. Anleger sollten jedoch im Hinterkopft behalten das dieses Segment immer auch Fan-Artikel ist, da die Vereine nie nach nur rein wirtschaftlichen Erwägungen handeln. Charttechnisch hat die Aktie kürzlich den Abwärtstrend überschritten, was nicht viel heißt, bei einem solch engen Wert, wobei auch der Streubesitz erhöht werden soll, um die Liquidität zu verbessern.

Unterhaching-Aktie (Tageschart): Abwärtstrend gebrochen

Unterhaching Aktie

Bildquelle: Unterhaching

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