Die Geschäfte bei Softing bleiben schwierig. Wichtige Märkte des Telematik-Spezialisten zeigen nach wie vor rezessive Entwicklungen, trotz einiger Erholungstendenzen durch Lagereffekt. Konzernweit sank der Softing–Umsatz im ersten Quartal 2026 letztlich von 22,3 auf 21,5 Millionen Euro. Auch der Auftragsbestand reduzierte sich satt von 20,1 auf 15,2 Millionen Euro. Da ist es schon ein Lichtblick, dass der Auftragseingang im Vorjahresvergleich leicht um 0,9 auf 20,4 Millionen Euro zulegte.
Dezent positiv ist auch die Entwicklung des Segments Automotive, das in gewisser Weise der bedrohlichen Lage der Automobilhersteller trotzt. Dort wurde ein Quartalsumsatz von 8,3 Millionen Euro erzielt, nach dem Rekord von 9,5 Millionen Euro im Vorjahr, der jedoch von einem Großauftrag geprägt war.
Der Betriebsgewinn (Ebit) im Konzern verbesserte sich von minus 1,3 auf minus 0,9 Millionen Euro. Der operative Gewinn (Ebitda) erreichte in den ersten drei Monaten 1,3 Millionen Euro, nach 0,8 Millionen Euro im Vorjahr, womit die Ebitda-Marge bei 6,1 Prozent (Vorjahr: 3,5 Prozent) lag. Unter dem Strich stand beim Jahresergebnis ein Minus von einer Million Euro, nach minus 1,5 Millionen Euro im Vorjahr. Der Kassenbestand betrug 6,4 Millionen Euro.
Die Börse bewertet Softing derzeit mit 27,8 Millionen Euro, bei einem Eigenkapital von 48,3 Millionen Euro und Finanzschulden (kurz- und langfristig) in Höhe von 13,4 Millionen Euro – im laufenden Jahr will das Unternehmen drei Millionen Euro langfristiger Schulden (Stand: 3,7 Millionen Euro) abbauen.
Für das laufende Jahr erwartet Softing einen Gesamtumsatz zwischen 80 und 85 Millionen Euro. Das Ebit soll dabei „neutral bis positiv“ ausfallen.
Trotz einer aktuell angemessenen Bewertung der Softing-Aktie, bleiben Investments in das Papier hinsichtlich der angespannten Branchensituation risikoreich. Charttechnisch hat die Aktie kürzlich ein neues Tief erreicht, was grundsätzlich für einen intakten Abwärtstrend spricht, allerdings hat sich der Kurs schnell wieder erholt, sodass sich dieser Rückgang als eine Bärenfalle herausstellen könnte.
Softing-Aktie (Tageschart): hohe Nervosität



