Wird in den Baumärkten das Streusalz knapp, kommt bei den K+S-Aktionären in der Regel eine gewisse Freude auf. Denn seit der im Jahr 2009 erfolgten Übernahme einer US-amerikanischen Gesellschaft ist K+S die weltweite Nummer eins bei der Salzproduktion. Allerdings hat K+S auch noch weitere Geschäftsfelder, die nicht immer Freude machen. Trotzdem sollte die K+S-Aktie (KSAG88) in den kommenden Monaten mit Kursgewinnen glänzen [Plusvisionen hat auf mögliche Chancen zuletzt HIER hingewiesen].
Die zuletzt veröffentlichten Geschäftszahlen von K+S betrafen das dritte Quartal 2025. Dort meldete der Konzern immerhin ein Umsatzplus von 1,5 Prozent auf 879 Millionen Euro. Beim operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging es gar um rund ein Drittel auf 111 Millionen Euro nach oben. Damit übertraf die Gesellschaft die Analysten-Erwartungen geringfügig.
Allerdings engte die Konzernführung um CEO Christian Meyer die Spanne für die Gewinnerwartung etwas ein. So soll das Ebitda nun zwischen 570 und 630 Millionen Euro durchs Ziel gehen, nachdem vorher eine Spanne von 560 bis 640 Millionen Euro genannt worden war.
Positiv für K + S ist zudem eine Einigung in einem langwierigen Streit, bei dem es darum geht, in eine Halte an der hessisch-thüringischen Grenze kein weiteres Salzwasser einzuleiten. Dies nimmt Unsicherheit aus der Aktie. Gleichzeitig ist der Wert aus fundamentaler Sicht günstig bewertet. So liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der Schätzungen für das nun laufende Geschäftsjahr lediglich bei 13. Hinzu kommt eine Dividenden-Rendite von immerhin 0,7 Prozent.
Charttechnisch könnte der Titel zudem wieder einmal im Bereich um die Elf-Euro-Marke gedreht haben und zu einem Zwischenspurt angesetzt haben. Dieser sollte den Wert mindestens bis in den Bereich von 17 Euro durchstarten lassen, wo auch das Zwölf-Monats-Hoch liegt. Wir setzen dabei darauf, dass der Konzern tatsächlich gute Nachrichten von der Salznachfrage veröffentlichen wird und zudem das Geschäftsjahr 2025 ordentlich abgeschlossen hat. Langfristanleger können daher schwache Tage zu Einstieg nutzen.
Nachdem die K+S Aktie in den vergangenen Jahren stets im Bereich zwischen zehn und zwölf Euro gedreht hat das Jahrestief im Xetra-System bei 9,97 Euro liegt, bietet es sich an, auch ein Bonus-Zertifikat mit Cap (VH2BR5) in Betracht zu ziehen. Unser Favorit ist ein entsprechendes Papier mit Laufzeit bis zum 18. September 2026. Bleibt die bei neun Euro platzierte Schwelle bis dahin unverletzt, erzielt der Anleger eine Maximalrendite von 7,3 Prozent oder 10,4 Prozent p. a. Erweist sich der aktuell rund 34-prozentige Puffer jedoch überraschend als nicht ausreichend, tilgt der Emittent wir Aktienlieferung.
K+S-Aktie (Tageschart): auf dem Weg nach oben



