Lanxess legte gute Zahlen für das zweite Quartal 2026 vor. Dies sorgte bei der Lanxess-Aktie (547040) allerdings nur kurzfristig für steigende Kurse. Denn das schwierige wirtschaftliche Umfeld und die weiterhin vorhandenen geopolitischen Risiken belasten. Und wenn dann auch noch der Preis für Rohöl steigt, dann sind fallende Notierungen bei Lanxess keine Überraschung. Trotzdem haben wir gewisse Hoffnungen.
Lanxess überzeugte im zweiten Quartal mit einem Umsatzanstieg von 6,5 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro. Beim operativen Ergebnis vor Sondereinflüssen (Ebitda) ging es immerhin um 1,3 Prozent auf 152 Millionen Euro nach oben. Die entsprechende Marge lag damit bei 9,7 Prozent, nach 10,2 Prozent im Vorjahreszeitraum. Trotz dieser Margen–Verschlechterung kamen die Zahlen am Kapitalmarkt gut an. Denn die Gesellschaft erlebte gegenüber dem ersten Quartal [Plusvisionen berichtete, HIER klicken] eine deutlich verbesserte Entwicklung, unter anderem auch, weil die asiatische Konkurrenz unter dem Iran-Krieg stärker zu leiten hatte. Denn in Teilen Asiens erschwert die Auseinandersetzung die Öl- und Gasversorgung.
Aber genau diese Entwicklung bei Öl und Gas belastet den Spezialchemiekonzern, da deren hohe Preise die Kosten nach oben treiben. Daher betont auch Konzernchef Matthias Zachert, dass die Marktbedingungen weiter anspruchsvoll bleiben und er auch keine nachhaltige Erholung der Nachfrage in den entsprechenden Kernmärkten zeitnah erwartet.
Immerhin unterschritt die Aktie, die sich in einem mittelfristigen Abwärtstrend befindet, nicht das Zwischentief vom vergangenen März. Hoffnung besteht nun, dass an der Unterstützung bei 14,00 Euro ein Boden gefunden wird und kleine Trendwende erfolgen kann.
Obwohl das Management die Jahresziele bestätigte, überwiegen allerdings die Risiken solange ein Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen in Nahost nicht in Sicht ist. Daher bleiben Direkt-Engagement, wie wir es schon im Juni beschrieben hatten [HIER klicken], nur extrem risikofreudigen Anlegen vorbehalten.
Aussichtsreich bleibt aber das im Juni [HIER klicken] vorgestellte Discount-Zertifikat (FA74UJ) mit Bewertungstag am 18. Dezember 2026 und Cap bei 14,00 Euro. Im Gegensatz zur Aktie konnte das Rabatt-Papier seit Vorstellung leicht zulegen. Hier die aktuellen Konditionen: Geht die Aktie am Bewertungstag unter dem Cap-Niveau durchs Ziel, tilgt der Emittent wir Aktienlieferung. Der Einstandspreis liegt dann bei 12,62 Euro, was dem aktuellen Zertifikate-Kurs entspricht. Der Rabatt gegenüber dem Direktinvestment beträgt nun rund elf Prozent.
Kann die Aktie das Cap-Niveau hingegen am Bewertungstag mindestens behaupten, erhält der Anleger 14,00 Euro in Cash ausbezahlt. Daraus ergibt sich eine noch immer ansehnliche Maximalrendite von 10,9 Prozent oder hochgerechneten 38 Prozent p. a., was für den entgangenen Aktienkauf mehr als ausreichend entschädigt.
Lanxess-Aktie (Tageschart): kurzfristiger Abwärtstrend intakt



