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Cash Test Dummy

Heidelberger Druckmaschinen-Aktie // Nun also Drohnen

Thomas Schumm14. April 20263 Min.0
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Heidelberger Druckmaschinen
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In Sachen Trends ist die Geschäftsführung von Heidelberger Druckmaschinen oft auf der Höhe der Zeit, muss sie auch sein, denn mit dem Maschinenbau und insbesondere mit dem Druckmaschinenbau läuft es schon seit Jahren nicht sonderlich florierend. So kreierte Heidelberger Druck 2022 eine schöne Investmentstory zur Elektromobilität mit Wallboxen und 2025 mit dem Einstieg ins Rüstungsgeschäft [Plusvisionen hatte HIER berichtet]. Und nun? Am 18. März meldete das Unternehmen per Adhoc den Einstieg – manch einer wird es vielleicht schon ahnen? – ins Drohnen-Geschäft.

Dafür wird ein Joint Venture mit dem US-amerikanisch-israelischen Unternehmen Ondas Autonomous Systems (Ondas) in Deutschland gegründet. Ondas Autonomous Systems ist eine Tochtergesellschaft der Ondas Holding, einem führender amerikanisch-israelischer Anbieter autonomer Verteidigungs- und Sicherheitssysteme. Die neue Unternehmung strebt den langfristigen Aufbau eines One-Stop-Shops für den wachsenden Markt autonomer Drohnen-Abwehrsysteme zum Schutz kritischer Infrastrukturen in Europa an. Ondas wird 51 Prozent der Anteile an dem Joint Venture halten und dieses konsolidieren und Heidelberger wird zu 49 Prozent beteiligt sein.

Erstaunlich: Heute steigt die Heidelberger-Aktie deswegen um rund 20 Prozent. Der Grund: Der Brandenburgische Ministerpräsidenten Dietmar Woidke besucht den Heidelberger-Standort Brandenburg an der Havel, der zum Kompetenzzentrum für Drohnen-Abwehr und autonome Sicherheitssysteme ausgebaut werden soll. Dies Visite hat wohl die Drohnen-Geschichte nochmal ins Gedächtnis der Aktionäre gerufen.

 


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Die Aktie hat aktuell an der technischen Unterstützungslinie bei 1,40 Euro dynamisch nach oben gedreht. Die nächste Widerstandsmarke befindet sich bei rund zwei Euro. Gut möglich, dass die Aktie durch die Drohnen-Fantasie an diese Barriere heranläuft oder sogar darüber hinweg. Das Papier ist für solche Bewegungen immer gut.

In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahrs 2025/26 steigerte Heidelberger den Umsatz um 6,1 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) stieg von 86 auf 114 Millionen Euro und die entsprechende Marge damit auf 7,1 Prozent (Vorjahreszeitraum: 5,7 Prozent). Der Auftragseingang lag nach neun Monaten bei 1.628 Millionen Euro (Vorjahr: 1.823 Millionen Euro). Der Umsatz im Segment Heidelberg Technology (Defense, Sicherheit, Energie, Ladeinfrastruktur) lag nach neun Monaten bei 42 Millionen Euro und damit leicht über dem Vorjahreswert von 41 Millionen Euro.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2025/26 erwartet Heidelberg einen Umsatz in Höhe von 2.350 Millionen Euro (2024/2025: 2.280 Millionen Euro) und eine bereinigte Ebitda-Marge von acht Prozent (Vorjahr: 7,1 Prozent).

Der Aktie von Heidelberger Druckmaschinen bleibt ein (sehr) spekulatives Investment, wobei derzeit das Momentum eher für die Aktie spricht. Aktuell bewertet die Börse das Unternehmen lediglich mit 420 Millionen Euro.

Heidelberger Druckmaschinen-Aktie (Tageschart): Wende an der Unterstützungslinie

Bildquelle: Heidelberger Druckmaschinen; Chartquelle: stock3.com; möglicher Interessenskonflikt, Transparenzhinweis: Ein Autor der Plusvisionen-Redaktion hält eine langfristige Position in Heidelberger Druck.

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