Bald ist es wieder soweit: Der Murmeltier-Tag naht, der auf einen Brauch in Westfalen zurückgeht, wonach sich gemäß dem Wetter am 2. Februar entscheidet, ob der Winter vorbei ist oder noch ein paar Wochen andauert (das Thema wurde bekanntlich 1993 auch süffisant verfilmt). Die Frage, ob der Winter der Hoenle-Aktie (Hönle-Aktie) vielleicht vorbeigehen könnte, dort herrscht seit Jahren so eine Art Kurs-Winter, stellt sich dieser Tage auch wieder.
Fast genau vor einem Jahr kam es bei Hoenle-Aktie zu einem überaus kräftigen Kursanstieg von rund 6,60 auf 12,70 Euro. Hoffnung keimte auf. Endlich. Die Baisse gehe zu Ende. Allerdings verpuffte die Euphorie recht schnell und Ende November stand das Papier wieder bei jenen 6,60 Euro (ungefähr), bei denen die Kurz-Hausse Anfang Januar begonnen hatte.
Gerade macht sich die Hoenle-Aktie wieder dynamisch auf den Weg nach oben … Grüßt hier die Börse / das Murmeltier jährlich? Es bleibt abzuwarten. Positiv fällt zumindest auf, dass die Unterstützungslinie bei 6,60 Euro gehalten hat. Die nächsten Hürden auf einem Weg nach oben wären nun die 200-Tage-Durchschnittslinie bei 8,50 Euro und die kurzfristige Abwärtsgerade bei 8,80 Euro. Anschließend gäbe es Widerstände bei 10,00 Euro, 11,50 Euro (Mai-Hoch 2025) und eben das Jahreshoch 2025 bei 12,70 Euro (siehe auch Tageschart unten).
Neue Erkenntnisse könnte es am 29. Januar geben, wenn der Geschäftsbericht 2024/25 vorgestellt wird. Vorab hatte der Hersteller von Industrie-Klebstoffen und UV-Geräten (zum Aushärten, für die Desinfektion) einen Umsatzrückgang von 98,7 auf 93,7 Millionen Euro gemeldet. Der operative Gewinn vor Abschreibungen (Ebitda) wurde jedoch von 3,0 (bereinigt 5,5) auf 5,8 Millionen Euro gesteigert. Das sei auf Kostensenkungsmaßnahmen, Effizienzverbesserungen und einen verändertern Produktmix zurückzuführen. Die Zahlen liegen im Bereich der zuletzt kommunizierten Guidance.
Für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 erwartet der Vorstand einen moderaten Umsatzanstieg auf 95 bis 105 Millionen Euro und ein Ebitda von sechs bis neun Millionen Euro. Das Erreichen des obere Endes des Korridors würde eine spürbare Belebung der Projektaktivitäten voraussetzen. Derzeit ist das Unternehmen mit knapp 50 Millionen Euro an der Börse bewertet, was mit Blick auf einen möglichen Turnaround sicherlich nicht üppig ist.
Hoenle-Aktie (Tageschart): Boden gefunden?



