Merkur Privatbank

Merkur Privatbank-Aktie // Spannende technische Konstellation

Von • 13. Oktober 2021 • Anlagevisionen, Chart-Alarm, FeatureComments (0)394

Technisch kristallisiert sich bei der Aktie der Merkur Privatbank derzeit eine spannende Konstellation heraus: Der Kurs hat gerade den Widerstand bei 15,00 Euro und den seit Ende Juli bestehenden kurzfristigen Abwärtstrend überwunden. Zuvor hielt die recht robuste Unterstützungslinie bei 14,50 Euro und die Markttechnik (MACD) drehte, nach Abbau der überkauften Situation, wieder nach oben (siehe auch Tageschart unten).

Auch wenn der Abstand zur 200-Tage-Durchschnittslinie, trotz Konsolidierung, noch etwas groß ist, könnte es, technisch gesehen, mit der Merkur Privatbank-Aktie wieder aufwärts gehen. Erste Kursziel wäre das bisherige Hoch bei 16,30 Euro; ob es darüber hinaus geht, hängt, natürlich, von den weiteren Wachstumsperspektiven ab.

Im dritten Quartal lief es schon mal weiter sehr gut. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit lag zum 30. September bei 13,9 Millionen Euro, ein Plus von 18,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die zweitgrößte inhabergeführte und börsennotierte Bank in Deutschland bleibt damit auf Wachstumskurs.

Der Provisionsüberschuss stieg deutlich um 15,8 Prozent. Treiber waren vor allem das Wertpapiergeschäft und die Vermittlung von Hypothekenfinanzierungen. Die Assets under Management (AuM) haben sich um 436,5 Millionen Euro auf rund drei Milliarden Euro verbessert.

Der Zinsüberschuss legt um 11,2 Prozent zu, aufgrund höherer Kreditbestände. Das Neugeschäft in der Finanzierung betrug insgesamt 1,41 Milliarden Euro mit einem Plus insbesondere bei der Bauträgerfinanzierung und der Leasing-Refinanzierung.

Marcus Lingel, Vorsitzender der Geschäftsführung und persönlich haftender Gesellschafter der Merkur Privatbankank, bleibt bei seinem Jahresausblick so auch optimistisch und rechnet mit einem höheren Ergebnis je Aktie für das laufende Geschäftsjahr.

Im zurückliegenden Jahr wurde ein Gewinn je Aktie von 1,05 Euro erreicht. In diesem Jahr könnten es 1,10 Euro werden, woraus sich ein prognostiziertes Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von aktuell 13,9 errechnen würde, was angesichts des Wachstums in Ordnung ist. Zudem dürfen Anleger noch auf eine Dividende von vielleicht 0,42 Euro hoffen.

Die Merkur Privatbank dürfte mittelfristig weiter vom Immobilien-Boom und auch von einem generell wachsenden Wertpapiergeschäft, getrieben durch Nullzinsen und das Home Office, profitieren.

Merkur Privatbank-Aktie (Tageschart): wieder aufwärts

Merkur Privatbank Aktie

Bildquelle: Christian Beuschel / pixelio.de

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